Landvolk aus Horstmar und Leer beteiligt sich an der Aktion „NRW blüht auf“
„Ich finde die Aktionen super“

Horstmar -

Es gehört schon eine ganze Portion Idealismus dazu, sich einen ganzen Tag bei niedrigen Temperaturen auf den zugigen Parkplatz am K&K Markt an der Warnsvelder Allee zu stellen. Der Landwirtschaftliche Ortsverein Horstmar/Leer und die Landfreuen aus beiden Ortsteilen stellten sich diesen Herausforderungen, denn sie nahmen an der Aktion „NRW blüht auf“ teil und nutzten dabei die Gelegenheit, mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen. Wer wollte, bekam auch noch einen Briefumschlag, schön bunt mit dem Logo der Veranstalter bedruckt, und einer Blühsamenmischung mit auf den Heimweg.

Mittwoch, 22.01.2020, 17:00 Uhr aktualisiert: 24.01.2020, 06:34 Uhr
Mitglieder des Landwirtschaftlichen Ortsvereins und der Landfrauenvereine Horstmar und Leer suchten auf dem Parkplatz vor K+K das Gespräch mit den Bürgern.
Mitglieder des Landwirtschaftlichen Ortsvereins und der Landfrauenvereine Horstmar und Leer suchten auf dem Parkplatz vor K+K das Gespräch mit den Bürgern. Foto: Neugebauer

„Wir sind mit der Aktion überaus gut angekommen“, resümierte LOV-Vorsitzender Berthold Tenkmann . Überwiegend habe das Thema Insektenschutz zur Diskussion gestanden. Und diese fiel auf fruchtbaren Boden. So freute sich Berthold Tenkmann über die Aussage eines Besuchers, er werde das Steinbeet vor seinem Haus beseitigen und stattdessen etwas Blühendes anlegen.

Auch Horstmar und Leer werden in diesem Jahr aufblühen, wenn der Samen aus den mehr als 200 verteilten Tüten in den Gärten aufgeht und darüber hinaus die Landwirte mit Blühstreifen auf den Feldern für die Nahrung der Insekten sorgen.

Die Landwirte informierten aber auch über die Erschwernisse der neuen Düngeverordnung und dem immer mehr zunehmenden Bürokratismus. Sie machten deutlich, wie regionale Lebensmittel einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und welchen Beitrag moderne Produktionsmethoden für den Erhalt gesunder Lebensmittel und Lebensgrundlagen böten. Es müsse gelingen, ohne gegenseitige Vorwürfe die unterschiedlichen Auswirkungen des modernen Lebens in Stadt und Land auf die Umwelt gemeinsam zu bewältigen.

„Ich finde die Aktionen super“, bekannte Marcel Wolter. Er war Gast am Aktionsstand. Man müsse zurück zur Natur und es „denen da oben“ mal zeigen. Einig waren sich alle über den den Spruch, der mit großen Lettern auf einer Tafel an einem Trecker angebracht war „Ein Volk verfällt in Schandwirtschaft, ohne starke Landwirtschaft – No future“. „Wir sind insgesamt mit dem Echo auf unsere Aktion zufrieden“, erklärte Anja Eppenhoff von den Horstmarer Landfrauen stellvertretend für alle Beteiligten am Ende des Tages.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7211253?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F171%2F
Nachrichten-Ticker