Referentin Birgitta Bolte gibt auf Einladung der Grünen wertvolle Tipps zum Thema „Plastik-Fasten“
„Mehrweg“ ist die bessere Alternative zu „Einweg“

Horstmar -

Mehrweg sollte man vor Einweg immer den Vorzug geben, hieß es sinngemäß während eines Vortragsabends mit Birgitta Bolte aus Rheine, zu dem Bündnis 90/Die Grünen Horstmar unter dem Motto „Plastik-Fasten“ eingeladen hatten. Dabei bekamen die Besucher viele gute Tipps.

Sonntag, 08.03.2020, 14:32 Uhr aktualisiert: 09.03.2020, 15:44 Uhr
Birgitta Bolte gab ihren Zuhörern zahlreiche Tipps, wie sie Plastikmüll vermeiden können.
Birgitta Bolte gab ihren Zuhörern zahlreiche Tipps, wie sie Plastikmüll vermeiden können.

In einem Vortrag von Birgitta Bolte aus Rheine bekamen die Teilnehmer der Veranstaltung von Bündnis 90 /  Die Grünen tolle Tipps, wie jeder einzelne zur Verminderung der Plastikflut in unserer Umwelt beitragen kann. Wie die Referentin berichtete, fallen in Deutschland rund 320 000 Coffee-to-go-Becher pro Stunde an. Und mit rund 14 Millionen Tonnen im Jahr wird in Deutschland so viel Plastik verbraucht, wie in keinem anderen Land in Europa (eine Verdoppelung von 1994 bis 2015). Der weitaus größte Teil des Plastiks wird, trotz gelber Säcke oder Tonnen, nicht wiederverwendet, sondern landet in Verbrennungsanlagen oder wird in Länder ohne funktionierende Müllsysteme verschifft. Die Umweltbelastungen seien katastrophal, so Birgitta Bolte. Sie riet ihren Zuhörern, erst einmal einen Wochenplan für das Essen zu machen. Gemüsenetze, Stofftaschen, Schraubgläser, Edelstahldosen, Kunststoffdosen ohne Weichmacher könnten beim Einkauf helfen, Plastik zu vermeiden. Entsprechend den örtlichen Gegebenheiten sollte möglichst viel lose eingekauft werden. Das geht auf dem Wochenmarkt oder im Bio- beziehungsweise Hofladen, in der Regel besser, als im Supermarkt. Grundsätzlich sollte „Mehrweg“ der Vorzug vor „Einweg“ gegeben werden, so die Referentin.

Auch Im Haushalt gäbe es viele Möglichkeiten, Müll und Plastik zu sparen. Mülltüten könnten beispielsweise aus Zeitung gefaltet werden und statt Frischhalte- oder Alufolie könnten Bienenwachstücher verwendet werden. Das sei gut für die Umwelt und spare zudem Geld.

Wertevolle Tipps gab es auch zum Thema Waschen und Putzen. So lasse sich beispielsweise aus Efeu oder Kastanien relativ leicht ein Waschmittel herstellen. Die Haare könne man mit Roggenmehl, oder „nur mit Wasser“ waschen.

Der Weg zur Reduzierung von Plastik bedeute keinen kompletten Konsumverzicht, betonte die Expertin.

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