Verwaltungen in Laer und Horstmar geschlossen 
Dienst im Zweischichtbetrieb

Mittwoch, 18.03.2020, 17:18 Uhr
Seit Montag ist die Stadtverwaltung in Horstmar geschlossen.
Seit Montag ist die Stadtverwaltung in Horstmar geschlossen.

Das sind nur einige der Maßnahmen, die die Gemeinde Laer wegen des Coronavirus‘ ergriffen hat. Um seine weitere Verbreitung möglichst zu vermeiden oder zumindest zu verlangsamen, ist die Verwaltung im Ewaldidorf seit Montag geschlossen. Damit die Arbeit trotzdem weitergehen kann, arbeitet die Belegschaft im Zweischichtbetrieb. Für diesen hat sich auch die Stadt Horstmar entschieden, die seit Anfang der Woche aufgrund der Infektionsgefahr ebenfalls dicht ist.

„Das klappt ganz gut“, erklärt Bürgermeister Robert Wenking im Gespräch mit dieser Zeitung. Bereits am Wochenende habe er die Mitarbeiter über diese Maßnahme informiert, für die nicht nur sie, sondern auch die meisten Bürger Verständnis hätten.

Um sicherzustellen, dass im Fall der Quarantäne einer Kontaktperson nicht alle Kollegen gleichzeitig betroffen sind und ausfallen, arbeitet montags, mittwochs und freitags jeweils ein Team im Verwaltungsgebäude und das jeweilige andere an I-Pads oder Laptops von zuhause aus. Dienstags und donnerstags wechselt dann die Bereitschaft.

„Das funktioniert und alle sind erreichbar“, erklärt auch Laers Bauamtsleiter und der Zweite Allgemeinde Vertreter des Bürgermeisters, Stefan Wesker, der am Mittwoch im Rathaus präsent ist. Gestern habe er Baustellen besucht und sei per Handy erreichbar gewesen. „Das hat den Vorteil, dass ich nicht zig Zettel vorfinde, wenn ich wieder ins Büro komme“, findet der Bauingenieur diese Lösung auch sehr praktisch.

Der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, Maik ter Beek, macht am Mittwoch Homeoffice. Er gibt zu bedenken, dass die Situation für die Kollegen natürlich ungewöhnlich und nicht so einfach sei, aber jeder gäbe sein Bestes, um die außergewöhnliche Situation zu meistern.

Öfter als sonst ist in diesen Tagen auch das Ordnungsamt gefordert. So fragen sich einige Bürger, warum die Posten-Börse an diesem Tag noch geöffnet hat, da andere Geschäfte, die keine Lebensmittel verkaufen, schon schließen mussten. Da der Laden an der Darfelder Straßer auch Hygiene-Artikel, wie beispielsweise Klopapier im Sortiment hätte, sei das okay, meint der zuständige Fachbereichsleiter Matthias-Holger Reher. Allerdings gelte es, dort einige Auflagen zu erfüllen. So seien die Kunden verpflichtet, einen Einkaufswagen zu nutzen, denn der sorge für den gebotenen Abstand zwischen den Käufern. Zudem sollten die Mitarbeiter der Posten-Börse darauf achten, dass sich nicht mehr als 20 Kunden gleichzeitig sich im Geschäft aufhielten. Zu den derzeitigen Einschränkungen und Verboten gibt es einen Erlass des NRW-Gesundheitsministeriums, den die Gemeinde Laer in einer Allgemeinverfügung übernommen hat und die ab sofort gilt.

Unsere Zeitung hat den Text des Erlasses auf der zweiten Lokalseite in Auszügen veröffentlicht.

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