Stellungnahme der Ratsfraktionen aus Horstmar
Zeichen gesellschaftlicher Solidarität

Horstmar -

Die Fraktionen des Rates der Stadt Horstmar rufen gemeinsam die Bürger auf, sich weiterhin an die Anordnungen zur Corona-Vorsorge zu halten. Des Weiteren bitten die Volksvertreter um Solidarität und Unterstützung vor allem der älteren Bürger. Sie bitten dabei auch darum den örtlichen Einzelhandel zu stärken.

Dienstag, 24.03.2020, 17:34 Uhr aktualisiert: 25.03.2020, 16:56 Uhr
Trotz schönen Wetters bleibt der Kirchplatz in Horstmar leer
Trotz schönen Wetters bleibt der Kirchplatz in Horstmar leer Foto: Franz Neugebauer

Die aktuelle Entwicklung im Rahmen der weltweiten Corona-Krise stellt die Gesellschaft in der Bundesrepublik Deutschland vor große Herausforderungen, sowohl in gesundheitlicher als auch in sozialer, wirtschaftlicher und politischer Hinsicht. Da diese Entwicklung bis hinunter auf die örtliche Ebene wirkt und in ihren Konsequenzen auch alle Bürger in Horstmar und Leer betrifft, rufen die Fraktionen im Rat der Stadt Horstmar gemeinsam dazu auf, soziale Kontakte weiterhin möglichst zu vermeiden.

Freiheitsrechte

„Die Ausbreitung des Coronavirus verlangt von uns allen Ruhe, Besonnenheit und ein verantwortungsvolles, solidarisches Handeln, sowohl auf uns selbst als auch auf andere Mitmenschen und deren Schutz bezogen“, heißt es in der Stellungnahme. „Das beschlossene Kontaktverbot greift erheblich in die Freiheitsrechte ein. Aber wir stimmen der Einschätzung von Bund und Ländern zu, dass wir strengere Vorgaben brauchen, um die Verbreitung des Coronavirus zu stoppen.“

Es gehe im Zeichen gesellschaftlicher Solidarität um einen größtmöglichen Schutz von Mitmenschen, die über ein hohes Infektionsrisiko verfügen. Die Ratsfraktionen rufen die Bürger in Horstmar und Leer dazu auf, einen effektiven persönlichen Beitrag zu leisten, indem sie auf soziale Kontakte möglichst verzichten. Dies beinhalte, das eigene Heim nur in dringenden und absolut gebotenen Fällen zu verlassen, etwa um zur Arbeitsstelle zu gelangen, Lebensmittel einzukaufen, Apotheken aufzusuchen oder um anderen, insbesondere älteren Menschen, zu helfen.

Dorfladen

Die Bürger in Horstmar und Leer könnten die Situation dieser besonders betroffenen Bevölkerungsgruppen insoweit auffangen, indem jüngere und gesunde Nachbarn sich anbieten, dringende Dinge und Einkäufe für besonders gefährdete Einwohner mit zu erledigen. Der Dorfladen in Leer gehe, in Zusammenarbeit mit der KLJB Horstmar/Leer, mit gutem Beispiel voran.

In diesem Sinne rufen die Vertreter der Ratsfraktionen dazu auf, untereinander solidarisch und nachbarschaftlich zu handeln. Auch dies sei Teil eines verantwortlichen Handelns im Angesicht der Krise – und könne helfen, die Folgen der aktuellen Situation für schwächere Mitglieder der Gesellschaft zu lindern. „Nur wenn wir gemeinsam, Hand in Hand, arbeiten und vorgehen, können die laufenden Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie wirken“, werden die Horstmarer Ratsfraktionen zitiert. Sie rufen deshalb alle Bürger jeglichen Alters dazu auf, behördliche Hinweise zu beachten und sich entsprechend zu verhalten.

Insbesondere sind alle Einwohner aufgerufen, sich in örtlichen Medien und auf der städtischen Website (www.horstmar.de) sowie auf der Internetseite des Kreises (www.kreis-steinfurt.de) über aktuelle Entwicklungen zu informieren.

Herausforderungen

Durch die laufenden Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sehen sich nicht zuletzt auch die Horstmarer und Leerer Unternehmen vor große, im Einzelfall perspektivisch sogar existenzielle Herausforderungen gestellt. Die Fraktionen appellieren an alle Bürger, mit ihrem persönlichen Konsumverhalten – aktuell wie nach Ende der Corona-Krise – vornehmlich die örtlichen Unternehmen zu unterstützen und damit zu stützen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7341931?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F171%2F
Nachrichten-Ticker