Hochzeit in Zeiten von Corona
Besonderes Spalier auf dem Schöppinger Berg

Horstmar/Schöppingen -

In Zeiten von Corona musste das Brautpaar Michelle Ferreira Vilaca und Marcel Raus mit Kompromissen leben: Die Trauung vor dem Standesamt in Schöppingen fand im engsten Familienkreis statt. Und eigentlich sollte eine große Party gefeiert werden, die aus den bekannten Gründen nicht zustande kam. Trotzdem sorgte die Clique des Brautpaares dafür, dass dieser Tag für beide unvergesslich bleibt.

Sonntag, 19.04.2020, 15:46 Uhr aktualisiert: 20.04.2020, 15:50 Uhr
Auf der Heimfahrt warteten für die frischvermählten Marcel Raus und Michelle Ferreira Vilaca jede Menge Überraschungen.
Auf der Heimfahrt warteten für die frischvermählten Marcel Raus und Michelle Ferreira Vilaca jede Menge Überraschungen.

Vor der Standesbeamtin der Gemeinde Schöppingen legten der aus dem Ortsteil Leer stammende Marcel Raus und die aus Schöppingen stammende Michelle Ferreira Vilaca jetzt ihr Ja-Wort ab. Die Zeremonie fand, Corona-Virus bedingt, im engsten Familienkreis statt. Eigentlich sollte eine große Party gefeiert werden, die aus den bekannten Gründen nicht zustande kam. Trotzdem sorgte die Clique des Brautpaares dafür, dass dieser Tag für beide unvergesslich bleibt. Ihre Mitglieder hatten erfahren, dass das Brautpaar sofort nach der Trauung den 2,7 Kilometer langen Weg von Schöppingen nach Leer mit dem Pkw zurücklegen würde. Ein Spalierstehen nach der Trauuung, wie sonst üblich, war also nicht möglich. Von der Antoniuskapelle auf dem Schöppinger Berg bis zur Ortsmitte bildeten sie eine Menschenkette, immer schön coronamabedingt in Sichtweite auseinander. Mit beteiligt waren auch Mitglieder des Schützenvereines Leer-Dorf mit ihrer Vereinsfahne, denn schließlich gehört Marcel Raus als Leutnant dem Vorstand des Vereines an. Auch Mitglieder des DJ Teams Highlight, dem Marcel angehört, waren angereist. Die Feuerwehrkameraden standen mir ihren Fahrzeugen Spalier.

Alle hatten Plakate mit Glückwünschen mitgebracht, die sie an den jeweiligen Stationen hochhielten. Sogar Blumensträußchen wurden geworfen. Das Brautpaar, dem vor lauter Begeisterung die Tränen in den Augen standen, war von der Aktion völlig überrascht worden. Alle Beteiligten, und das waren mehr als 50 Personen, hatten absolut dicht gehalten. Sie alle warten jetzt darauf, dass die Beschränkungen wegen der Pandemie bald aufgehoben werden. Denn es ist klar: Nach Corona soll die Hochzeit ausgiebig nachgefeiert werden.

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