Natalija Homann aus Horstmar Absolventin der Honeywell Leadership Challenge Academy
Raumfahrt hautnah erlebt

Horstmar -

Natalija Homann aus Horstmar ist von einem einwöchigen Aufenthalt in Huntsville, Alabama, zurück. Die 16-Jährige erlebte in dieser Zeit die Raumfahrt hautnah und konnte sogar mit Astronaut Robert Gibson diskutieren.

Dienstag, 28.04.2020, 15:00 Uhr aktualisiert: 29.04.2020, 16:32 Uhr
Natalija Homann aus Horstmar (Bild oben, 3.v.r.) erlebte die Raumfahrt ganz nah und absolvierte ein umfangreiches tägliches Arbeitsprogramm
Natalija Homann aus Horstmar (Bild oben, 3.v.r.) erlebte die Raumfahrt ganz nah und absolvierte ein umfangreiches tägliches Arbeitsprogramm

Voller beeindruckender Erlebnisse und Erfahrungen kehrte Natalija Homann von einem einwöchigen Aufenthalt in Huntsville im Bundesstaat Alabama in ihre häuslichen Gefilde zu ihrer Familie nach Horstmar zurück. Die 16-Jährige erlebte in dieser Zeit die Raumfahrt ganz nah und konnte sogar mit Robert Gibson diskutieren.

Der Astronaut startete am 12. Januar 1986 als Kommandant der Raumfähre Columbia zu seinem Flug ins All. Hauptziel seiner Mission war es damals, den Kommunikationssatelliten SATCOM Ku-1 in seine Umlaufbahn zu bringen. Außerdem führte Gibson zahlreiche astrophysikalische und materialwissenschaftliche Experimente durch. Diese und andere Begegnungen während ihres Aufenthaltes mit Menschen aus allen Kontinenten wird die Jugendliche aus Horstmar nie vergessen.

Doch wie kam es dazu? Mit einem Schreiben bewarb sich die Schülerin des Arnold-Janssen-Gymnasiums in St. Arnold um die Teilnahme an der Honeywell Leadership Challenge Academy im US Space & Rocket Center ( USSRC) in Huntsville (Alabama).

Als weltweit führender Anbieter von Software und Industrietechnologie sieht Honeywell die Notwendigkeit, die Bildungschancen für Studenten zu verbessern, indem technisches Wissen mit Teambildung, Kommunikation und Führungsqualitäten kombiniert wird.

Die Honeywell Leadership Challenge Academy zielt darauf ab, dies zu tun. Homann hatte großes Glück, dass sie zu den Auserwählten gehörte, die die lange Reise antreten durften. Dabei kamen ihr die naturwissenschaftlichen Kenntnisse und Vorlieben zugute.

Über Düsseldorf und Amsterdam führte ihre 13-stündige Flugreise nach Detroit und dann an ihren Zielort Huntsville. Dort traf die Burgmannstädterin auf weitere 150 junge Menschen zwischen 16 und 18 Jahren, die aus aus 41 Ländern und 27 US-Bundesstaaten kamen. Schnell wurde ein Zimmer im Space Camp bezogen. Nach der Gruppenaufteilung mit jeweils 15 gespannten Teilnehmern war zunächst das gegenseitige Kennenlernen angesagt.

„Ich war ganz überrascht über die Herkunftsländer. Indien, Tschechien, Mexiko, Puerto Rico und Australien – sogar Taiwan waren dabei“, erinnert sich Homann. Auf Englisch habe man sich gut verständigen können. Die blaue Uniform der Astronauten gehörte fortan zur täglichen Ausstattung.

Zunächst erfuhren die jungen Leute etwas über das US Space & Rocket Center, das nun für eine Woche ihre Heimat sein sollte. Es beherbergt das Space Camp, das Space Camp Robotics, die Aviation Challenge und das US Cyber Camp sowie die Apollo 16-Kapsel, die National Historic Landmark Saturn V-Rakete und Weltklasse-Reisen Exponate. „Danach stand ein umfangreiches tägliches Arbeitsprogramm an“, erzählt Homann.

Spannend sei das simulierte Astronautentraining gewesen, erinnert sie sich. Angefangen vom Einstieg in die Rakete bis hin zum Aufenthalt in der Raumkapsel, Shuttle-Missionen, und sogar eine Mondlandung waren dabei. „Es war total aufregend, und ich hatte schon Herzklopfen“, erinnert sich die junge Frau, die wusste, dass sie noch Boden unter den Füßen hatte. Viele Lämpchen leuchteten, und es gab eine Unmenge an Knöpfen. Eine Checkliste, die genau eingehalten und abgearbeitet werden musste, half ihr bei den umfangreichen Handgriffen. Zahlreiche Teambuilding-Herausforderungen wie der Bau von Modellraketen gehörten dazu.

„Das Treffen mit Astronauten und die Teilnahme an simulierten Übungen verstärken meinen Wunsch, auch einmal real zu einer Raumkapsel zu fliegen“, kündigt die Schülerin an.

Und noch eins ist ihr neben den vielen Erinnerungen geblieben: Sie hat Teamkollegen aus der ganzen Welt als Freunde gewinnen können.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7387911?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F171%2F
Nachrichten-Ticker