„Moderne Sportstätten 2020“ ermöglicht dem TuS Germania eine Sanierung
Bald nur noch Warmduscher

Horstmar -

Der TuS Germania Horstmar erhält aus dem Sportförderprogramm „Moderne Sportstätten 2020“ 150 000 Euro und will mit diesem Geld die Kabinen und Duschen am Betriebsgelände des Vereins auf Vordermann bringen. Geplant ist eine Solaranlage, die im Sommer dafür sorgen soll, dass das Wasser der Duschen immer gut temperiert ist.

Dienstag, 05.05.2020, 16:52 Uhr aktualisiert: 06.05.2020, 16:28 Uhr
Fliesen mit dem Charme der 1970er Jahre, Duschköpfe, die auch schon bessere Tage gesehen haben: So sehen aktuell die Kabinen und Duschen bei Germania Horstmar aus, auf die Manni Eppenhoff vom Vorstand deutet.
Fliesen mit dem Charme der 1970er Jahre, Duschköpfe, die auch schon bessere Tage gesehen haben: So sehen aktuell die Kabinen und Duschen bei Germania Horstmar aus, auf die Manni Eppenhoff vom Vorstand deutet. Foto: gs

Sportlich ist es um die Fußballer bei Germania Horstmar gerade nicht zum Besten bestellt. Die erste Mannschaft steht in der Kreisliga A auf dem letzten Tabellenplatz und droht in die B-Liga abzurutschen. Coronabedingt gibt es nun keine Absteiger in dieser Saison, sodass die Kicker in der A-Liga bleiben. Dafür können die Kicker im Winter aber vielleicht schon wieder richtig warm duschen.

Die Verantwortlichen des TuS Germania erhielten kurz vor Ostern eine Nachricht, die im Verein ganz sicher Freude auslöste: Aus dem Programm „Moderne Sportstätte 2022“, das größte Sportförderprogramm, das es je in NRW gegeben hat, erhalten die Vereine Germania Horstmar und Westfalia Leer zusammen 300 000 Euro, die je zur Hälfte an die beiden Clubs gehen. Das Gesamtvolumen des Förderprogramms beträgt 300 Millionen Euro. Damit sollen die Vereine in NRW eine nachhaltige Modernisierung, Sanierung sowie Um- oder Ersatzbau ihrer Sportanlagen durchführen können.

Westfalia Leer (wir berichteten) will das Geld in die Sanierung und Stabilisierung des Betriebsgebäudes stecken. Germania Horstmar plant, den Zuschuss in die energetische Sanierung der Heizungsanlage und der sanitären Einrichtungen zu investieren, inklusive einer Solaranlage fürs Brauchwasser.

„Ein Teil der Kabinen stammt aus den 1960er Jahren, der neuere wurde Ende der 1980er Jahre errichtet“, erklärt Wilfried Fier , der Erste Vorsitzende des TuS Germania, dass das Betriebsgelände mit seinen Umkleidekabinen in die Jahre gekommen ist und dringend eine Sanierung nötig hat. Die Duschen, so erklärt Manfred Eppenhoff vom Vorstand, kennen nur zwei Zustände: „kalt oder heiß.“ Wenn der Warmwasserspeicher leer ist, duscht der Letzte eben kalt – oder eine ganze Mannschaft.

Warmes Wasser wird beim TuS Germania demnächst durch die Sonne gewonnen. Die geplante Solaranlage macht‘s möglich. „Gerade im Sommer, wenn die Sonne scheint, spielen die meisten Mannschaft“, sagt Eppenhoff.

„Wir hatten den Antrag auf Förderung Ende Oktober 2019 beim Kreissportbund eingereicht. Der Vorbescheid ist bei uns, zeitgleich auch bei Westfalia Leer, kurz vor Ostern eingegangen. Der offizielle Bescheid von der NRW-Bank liegt uns aber noch nicht vor“, sagt Fier.

Die Gesamtkosten der Baumaßnahme, so der Germania-Chef, liegen bei 192 848 Euro. Eigenleistung haben Vorstand und Mitglieder des Vereins nicht eingeplant, denn „dafür ist die Maßnahme nicht geeignet. Außerdem fehlen uns die Fachkräfte“, sagt Fier. Eine neue Heizungsanlage baue man nicht „mal eben“ ein, was an Fliesenarbeiten neu gemacht werden müsse, erfordere keine Vorarbeiten. „Die werden überklebt. Wenn die Wände gerade seien, sagt der Fliesenleger, sei das kein Problem.“

Da der Verein jedoch nur die Hälfte der 300 000 Euro vom Land NRW bekommt, bleibt nach Adam Riese ein Rest von 42 848 Euro. „Die übernimmt die Stadt Horstmar“, sagt Fier und freut sich über die Zusage von Bürgermeister Robert Wenking.

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