Hegering weist Bürger auf die Verordnung der Stadt Horstmar hin
Hunde gehören jetzt an die Leine

Horstmar -

Der Hegering Horstmar macht sich Sorgen ums Wild: Gerade jetzt, in der Zeit zwischen April und Juli, Der Brutzeit, können streunende oder nicht angeleinte Hunde eine Gefahr für die im Wald lebenden Tiere darstellen.

Donnerstag, 28.05.2020, 16:08 Uhr aktualisiert: 29.05.2020, 15:26 Uhr
Mit diesem Schild macht der Hegering alle Spaziergänger mit Hunden auf die Anleinpflicht im Naturschutzgebiet des Schöppinger Berges hin
Mit diesem Schild macht der Hegering alle Spaziergänger mit Hunden auf die Anleinpflicht im Naturschutzgebiet des Schöppinger Berges hin

„Hunde sind an der Leine zu führen“, ist auf Schildern zu den Eingängen des Schöppinger Berges zu lesen. Und das hat seinen Grund, denn der Schöppinger Berg ist Naturschutzgebiet. Doch es gibt weitergehende Regelungen außerhalb des Schöppinger Berges für die Anleinpflicht. Diese enthält die aus 2008 stammende Verordnung der Stadt Horstmar. Ihr zufolge sind an Verkehrsflächen und in Anlagen Hunde an der Leine zu führen, heißt es in einer Mitteilung des Hegerings, der sich um die Natur in diesem Bereich kümmert.

Zu den Verkehrsflächen gehören alle dem öffentlichen Verkehr dienenden Flächen, ohne Rücksicht auf die Eigentumsverhältnisse. Zu den Verkehrsflächen zählen insbesondere Straßen, Fahrbahnen, Wege, Gehwege, Radwege, Bürgersteige, Plätze, Seiten-, Rand- und Sicherheitsstreifen, Böschungen, Rinnen und Gräben, Brücken, Unterführungen, Treppen und Rampen vor der Straßenfront der Häuser, soweit sie nicht eingefriedet sind. Der heimische Hegering weist auf diese Vorschriften hin.

Die Mitglieder sind sich darüber im Klaren, dass die Natur gerade zur jetzigen Jahreszeit und unter Berücksichtigung der Corona-Pandemie ihre Reize hat und für viele Menschen der Raum für Entspannung, Erholung und Bewegung ist. Das gelte auch für Hundebesitzer und ihre vierbeinigen Freunde. Gerade auch die Jäger wünschen allen Erholungssuchenden unbeschwerte Stunden in der freien Natur.

Leider würden durch streunende und wildernde Hunde Wildtiere verletzt oder gar getötet. Dann komme es des Weiteren dazu, dass während der Setz- und Brutzeiten, die von April bis Juli gelten, die dort wildlebenden Tiere gestört werden. Auch für Sportler in der Natur sei es zumindest ein ziemlicher Schreck, wenn plötzlich ein großer Hund vor ihnen steht.

Die Jäger vom Hegering haben jetzt an verschiedenen Wegen Bilder angebracht und wollen damit auf die Leinenpflicht für Hunde hinweisen.

Darüber hinaus ist aber noch eine Regelung in der ordnungsbehördlichen Verordnung der Stadt für die Hundebesitzer von Bedeutung: „Wer auf Verkehrsflächen oder in Anlagen Tiere, insbesondere Pferde und Hunde, mit sich führt, hat die durch die Tiere verursachten Verunreinigungen unverzüglich und schadlos zu beseitigen“, so der Wortlaut. Wer schon einmal in solch einen Haufen hineingetreten ist, kennt das Problem und ärgert sich maßlos über die Gedankenlosigkeit der Besitzer. Die Stadt Horstmar hat aus diesem Grunde Sammelboxen aufgestellt, in denen die Kottüten abgelegt werden können.

Laut Statistik bei der Stadt Horstmar gibt es im Stadtgebiet derzeit 715 angemeldete Hunde. Die Hundesteuer ist mit rund 39 000 Euro im Haushalt veranschlagt. Dabei muss man wissen, dass die Hundesteuer nicht in erster Linie zur Erzielung von Einnahmen eingeführt worden ist, sondern einen anderen Aspekt berücksichtigen soll, nämlich die Hundehaltung zu reduzieren.

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