Kreuz mit dem Christuscorpus
Neuer Standort ist jetzt wohl endgültig

Horstmar-Leer -

Das Kreuz mit dem Christuscorpus könnte eine Geschichte erzählen – über seine Standorte oder die Entstehung. Jetzt scheint es einen endgültigen Platz gefunden zu haben.

Mittwoch, 17.06.2020, 07:52 Uhr aktualisiert: 18.06.2020, 09:38 Uhr
Ortstermin am neuen Standort: (v.l.) Bürgermeister Robert Wenking, Malermeister Ludger Raue und stellvertretender Bürgermeister Ludger Hummert
Ortstermin am neuen Standort: (v.l.) Bürgermeister Robert Wenking, Malermeister Ludger Raue und stellvertretender Bürgermeister Ludger Hummert Foto: privat

Das alte Kreuz mit dem Christuscorpus hat am Eingang zum Baugebiet an der Grollenburg direkt gegenüber dem Kindergarten einen neuen Platz gefunden.

„Ich bin ja froh, dass die Stadt Horstmar es übernehmen und an markanter Stelle aufstellen will“, sagte Maria Prinz bei einem Ortstermin mit Bürgermeister Robert Wenking und seinem Stellvertreter Ludger Hummert. Jetzt hat es wohl seinen endgültigen Platz gefunden.

Das Kreuz stand ursprünglich an der Halterner Straße etwa gegenüber der Besitzung von Franz Ahmann. Wegen der Bebauung musste es weichen.

Die Familie Josef und Maria Prinz nahm es in ihre Obhut und fanden einen Platz auf einem Grundstück im Baugebiet. Der untere Teil des Kreuzes war morsch geworden. Maria Prinz erinnerte sich, dass es durch August Bunnefeld renoviert worden war. Malermeister Ludger Raue kümmerte sich in all den Jahren um den notwendigen Anstrich. Das Grundstück soll jetzt bebaut werden. Das Kreuz hatte an der Stelle keinen Platz mehr.

„Es ist sehr wichtig, dass derartige Zeichen der Frömmigkeit für die Nachwelt erhalten bleiben,“ betonte der Bürgermeister bei der Besichtigung. Dafür dass das Kreuz mit dem Corpus, der aus Blei ist, erhalten bleibt, wird Malermeister Ludger Raue sorgen.

Der Ursprung des Kreuzes hat mit Casper Max Heidenreich Graf Droste zu Vischering zu tun, der Graf Max genannt wurde.

Im Renteiarchiv Graf Droste zu Vischering in Darfeld gibt es in diesem Zusammenhang interessante Aufzeichnungen. Danach kaufte „1856 Erbdroste Clemens Heidenreich Graf Droste zu Vischering das bei Leer gelegene Gut Grollenburg mit 483 Morgen von der verwitweten Freifrau Josefine Droste zu Hülshoff mit großen, noch unkultivierten Heideflächen, die zu Forsten und Wiesen umzuwandeln eine Hauptaufgabe für ihn wurde.“

Erbdroste Clemens Heidenreich kaufte das Gut Grollenburg für seinen Stiefbruder – Graf Max (1849-1895) – der unverheiratet auf der Grollenburg lebte. Er starb mit 46 Jahren an Tuberkulose. Um die schwere Krankheit des Grafen abzumildern, wurde das Kreuz aufgestellt.

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