Stadt Horstmar will Umwandlung von Schotteranlagen fördern
Je mehr Bienen, desto besser

Horstmar -

Hausaufgaben nahmen die Mitglieder des Bau-, Planungs- und Umweltschusses mit nach Hause, die unter dem Vorsitz von Ludger Hummert im Vereinshaus der Bruderschaft St. Katharina tagten. Die Kommunalpolitiker wollen überlegen, ob und inwieweit durch eine Art Förderung die insektenfreundliche Gestaltung der Gärten und Vorgärten vorangetrieben werden kann.

Donnerstag, 18.06.2020, 09:38 Uhr
Gärten wie dieser sollen von der Stadt Horstmar gefördert werden.
Gärten wie dieser sollen von der Stadt Horstmar gefördert werden.

Hausaufgaben nahmen die Mitglieder des Bau-, Planungs- und Umweltschusses mit nach Hause, die unter dem Vorsitz von Ludger Hummert im Vereinshaus der Bruderschaft St. Katharina tagten. Die Kommunalpolitiker wollen überlegen, ob und inwieweit durch eine Art Förderung die insektenfreundliche Gestaltung der Gärten und Vorgärten vorangetrieben werden kann.

Dazu hatte es einen Impuls während der Ausschusssitzung durch die Verwaltung gegeben, vorgetragen von der Mitarbeiterin Ramona Hollefeld. Sie erinnerte an einen Antrag der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen aus dem Jahr 2019. Sie hatten die Aufnahme einer textlichen Fassung zur Vermeidung von Schottergärten in die künftigen Bebauungspläne beantragt (die WN berichteten).

Das Ergebnis der Diskussion war seinerzeit, dass man Verbote und Einschränkungen für die Bürger gering halten wollte. Vielmehr sollte die umwelt- und insektenfreundliche Gestaltung der (Vor)Gärten durch Beratung gefördert und an die Einsicht der Bewohner appelliert werden.

Zwischenzeitlich hat die Verwaltung einen entsprechenden Flyer erstellt. Akut wird im Spätsommer die Bebauung des Baugebietes „Koppelfeld III“ mit 44 Grundstücken beginnen. In Leer wird aktuell das Baugebiet „Im Lau“ geplant und voraussichtlich im nächsten Jahr gebaut. Dort besteht also aktueller Bedarf für die Verhinderung von Schottergärten.

Die Verwaltung schlägt vor, die Gestaltung der Gärten und Vorgärten durch einen Förderbeitrag zu unterstützen. Diese Förderung soll nach den Vorstellungen der Verwaltung auch für Bestandsgebäude und Innenhöfe gelten. Bei ihnen sehe man immer mehr die Erstellung der vermeintlich pflegeleichteren Schottergärten.

Einig war man sich im Ausschuss, bei der Beratung über die insektenfreundlichen Bepflanzungen die Gärtner des städtischen Bauhofes einzuschalten. Förderfähig sollen alle freiwilligen Maßnahmen sein, die der insektenfreundlichen gärtnerischen Gestaltung der Gärten, Vorgärten und Innenhöfe (im historischen Ortskern der Stadt) dienen.

In den Fraktionen soll jetzt beraten werden ob und in welcher Höhe eine finanzielle Förderung erfolgen soll. Eventuell ist auch an eine Gutscheinlösung gedacht.

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