Orchester „Music for Fun“ genießt sein Wiedersehen
Sommerfest mit Outdoor-Probe verbunden

Horstmar-Leer -

Das jährliche Sommerfest verband das Orchester „Music for Fun“ mit einer Outdoor-Probe im Garten von Sabine Heidler in Leer. Dort fühlten sich die Musiker gut aufgehoben und genossen das Wiedersehen und gemeinsame Musizieren und Essen. Natürlich fand alles unter den gebotenen Hygiene- und Abstandsregeln statt.

Donnerstag, 25.06.2020, 16:40 Uhr aktualisiert: 26.06.2020, 16:48 Uhr
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Corona-bedingt fand die letzte turnusmäßige Probe des Orchesters „Music for Fun MfF“, einer Unterabteilung des Musikvereins Friedensklang Ostendorf, im Februar dieses Jahres statt. Wann der traditionelle Probenraum in der Mensa des Gymnasiums Borghorst wieder genutzt werden darf, ist aktuell allerdings noch völlig offen.

In dieser unbefriedigenden Situation hatte Ärztin Sabine Heidler , die im Orchester Klarinette spielt, die Idee, das jährliche Sommerfest mit einer „Outdoor-Probe“ in ihrem Garten im Oberesch am Nahen Weg im Horstmarer Ortsteil Leer zu verbinden. Der Dirigent des MfF, Simon Lücke , war sofort angetan davon. Eine Umfrage unter den Mitgliedern ergab genügend Interessierte, damit eine Probe auch sinnvoll stattfinden konnte.

Die Vorbereitung der Veranstaltung begann mit dem Vermessen des Gartens und bestätigte, dass unter strikter Einhaltung der Abstandsregeln alle Musiker Platz finden konnten. Zum vollständigen Hygienekonzept gehörte auch ein Nasen- und Mundschutz, insbesondere beim Anstehen am Grill.

Um alle unnötigen Schnittstellen beim Kontakt untereinander zu vermeiden, gab es – anders als sonst gewohnt und praktiziert – keine mitgebrachten Salate und kein individuelles Grillgut. Alle auf dem Grill zubereiteten Speisen steckten auf Spießen, um essen zu können, ohne am Tisch zu sitzen. Brot wurde vor Ort im Ofen aufgebacken, warmes Gemüse ersetzte die sonst übliche Salatbeilage. Der Mann am Grill schützte sich und die Gäste die ganze Zeit mit Maske. Und wer selbst keine Maske trug, bekam nichts auf den Teller.

Musiziert beziehungsweise geprobt wurde natürlich auch. Die ersten Takte gerieten nach der langen Auszeit etwas holperig. Die Nachbarn der Ärztin, die auf ihrer Terrasse die Outdoor-Probe verfolgten, waren trotzdem begeistert und stellten fest, dass die Musiker beim letzten Durchlauf immer besser zueinander fanden. „Das war nach dieser langen Zeit mal wieder nötig. Wir wir waren ja alle schon ein Stück weit auf Entzug“, stellte Klaus Rüße fest, der seine Frau, Sabine Heidler, deswegen sehr gerne bei den Vorbereitungen und bei der Durchführung des Abends unterstützte. Diese resümierte noch am Abend, dass dieser Probelauf gezeigt habe, was trotz Corona möglich sei, und lobte ganz besonders die Disziplin der Musiker, auf die für künftige Proben gesetzt werden könne. „Selbst beim geselligen Teil des Abends hielten sie Abstand“.

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