„Lasertag“ beim SV Westfalia
Wenn „King Light“ auf „Orbit Eagle“ trifft

Horstmar-Leer -

Aus der Not eine Tugend machte das Lagerteam des Sportvereines Westfalia. Da das geplante Sommerferienlager wegen der Corona-Pandemie ausfallen musste, kam Moritz Dapper die Idee, einen „Lasertag“ zu organisieren. Die Resonanz war groß: Das Angebot war ruckzuck ausgebucht, mehr als 50 Kinder machten mit.

Sonntag, 12.07.2020, 12:48 Uhr aktualisiert: 13.07.2020, 15:46 Uhr
Spezielle Spielzeugwaffen, die mit Infrarottechnik arbeiten, und eine Handy-App gehörten zum Equipment des „Lasertags“, an dem mehr als 50 Kinder teilnahmen. Das traditionelle „Verstecken-und-Fangen“-Spiel in modernem Gewand fand großen Anklang.
Spezielle Spielzeugwaffen, die mit Infrarottechnik arbeiten, und eine Handy-App gehörten zum Equipment des „Lasertags“, an dem mehr als 50 Kinder teilnahmen. Das traditionelle „Verstecken-und-Fangen“-Spiel in modernem Gewand fand großen Anklang. Foto: fn

Aus der Not eine Tugend machte das Lagerteam des Sportvereines Westfalia. Da das geplante Sommerferienlager wegen der Corona-Pandemie ausfallen musste, kam Moritz Dapper die Idee, einen „Lasertag“ zu organisieren. Dabei handelt es sich um eine moderne Art der Spielform „Fangen und Verstecken“. Die Kinder werden mit sogenannten Deltabursts, einer speziellen Art der Spielzeugwaffe, ausgestattet und müssen versuchen, durch Geschicklichkeit und Teamgeist ihre Gegner zu treffen. Diese Outdooraktivität ist völlig ungefährlich, da eine Infrarottechnik anstelle einer Lasertechnik benutzt und zudem auf die Sensoren und nicht auf Menschen gezielt wird.

Schon am Tage nach der Veröffentlichung des Termines hatten sich 53 Kinder im Alter zwischen acht und 15 Jahren zur Teilnahme angemeldet. Für das Orgateam begannen nun die Vorbereitungen. Es musste ein geeignetes Gelände gefunden werden. Im Wald in der Nähe des Rodelberges am Schöppinger Berg wurde man fündig. „Es ist ideal hier, ein übersichtliches Terrain mit einem Buchenbestand. Damit haben wir keine Probleme mit dem Eichenprozessionsspinner“ bemerkte Michael Denkler, der zweite Vorsitzende des Sportvereines Westfalia.

Überpünktlich waren die Kinder zur Stelle. Wegen der großen Teilnehmerzahl hatte man sie altersgerecht ein drei Gruppen aufteilen müssen. Fantasievoll waren die Namen der Teilnehmer gewählt. Da spielte „King Light“ ebenso mit wie „Ice Tornado“ oder „Delta Pulsar“ mit „Orbit Eagle“.

Es begannen die Jüngsten. Ausgestattet mit der Deltaburst konnten sie kaum den Beginn der Spiele abwarten. Jetzt erlebten alle Technik auf dem neuesten Stand der Entwicklung. Spielleiter Jannik Arning hatte eine entsprechende App auf sein Handy runtergeladen und konnte damit die Spielgeräte aller Kinder erfassen. Von dieser steuerte er auch den Spielverlauf. Wie von Geisterhand erfolgte die Aufteilung der Spieler beim Team-Match in zwei Gruppen. „Mein Spielgerät leuchtet rot“, erkannte Matz Raue und gehörte damit zur entsprechenden Mannschaft. Blau erleuchteten die Deltabursts des anderen Teams. Hinter großen Planen versteckten sich die Kinder. Es Signal ertönte und nun galt es, durch Treffen des gegnerischen Spielgerätes mit einem völlig gefahrlosen Infrarotsignal innerhalb einer bestimmten Zeit so viele Gegner wie möglich „auszuschalten“. Die Kinder pirschten durch das Gelände, versteckten sich hinter Bäumen oder robbten durch den Wald. Jeder Treffer wurde auf dem Handy von Jannik Arning sofort erfasst, sodass nach Beendigung des Spieles sofort das Ergebnis feststand.

Mira und Michelle Telgmann hatten keine Probleme mit der Auswertung der Spiele. Für die Sieger gab es die begehrten Pokale.

„Capture The Flag“ lautete der Titel eines weiteren Spieles. Dabei musste die Flagge des gegnerischen Teams erbeutet und ins eigene Lager gebracht werden. „Das ist genau das richtige Angebot für unsere Kinder“, schwärmte Dietmar Sundorf, der jahrzehntelang das Sommerlager von Westfalia leitete. Die Kinder könnten sich mit genügendem Abstand an der freien Luft austoben. „Meine Kollegen sind ganz neidisch, dass wir so etwas anbieten“, bemerkte Anne Telgmann in der großen Runde der Betreuer.

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