Sommerradtour mit dem kommissarischen Landrat Dr. Martin Sommer
„Enorme Entwicklung“ attestiert

Horstmar/Leer -

„Ein Onkel mit Geschenken ist besser als eine Tante, die Klavier spielen kann“, meinte der kommissarische Landrat Dr. Martin Sommer (r.) schmunzelnd, der während der Sommerradtour durch Horstmar und Leer einen Scheck an Bürgermeister Robert Wenking überreichte.

Freitag, 07.08.2020, 17:26 Uhr aktualisiert: 09.08.2020, 12:58 Uhr
Ausgangspunkt der Sommerradtour des kommissarischen Landrates Dr. Martin Sommer (2.v.r.) und Bürgermeister Robert Wenking (vorne l.) sowie ihrer Begleiter war der Dorfladen in Leer.
Ausgangspunkt der Sommerradtour des kommissarischen Landrates Dr. Martin Sommer (2.v.r.) und Bürgermeister Robert Wenking (vorne l.) sowie ihrer Begleiter war der Dorfladen in Leer.

Während der traditionellen Sommerradtour, die der frühere Landrat Thomas Kubendorff vor 20 Jahren eingeführt hat, besuchte der kommissarische Landrat Dr. Martin Sommer die Burgmanstadt und ihren Ortsteil Leer. Begleitet wurde er von Bauamtsleiter Lorenz Rustige, Jugendamtsmitarbeiter Florian Dudek und Simone Cool vom Presseamt des Kreises.

Bürgermeister Robert Wenking , der seine Mitarbeiter Georg Becks und Jochen Lindenbaum mitgebracht hatte, empfing die Gäste. Die Politik wurde von Ludger Hummert, den Robert Wenking als den „Bürgermeister von Leer“ vorstellte, und vom CDU-Fraktionsvorsitzenden Winfried Mollenhauer vertreten. Die übrigen im Rat vertretenen Fraktionen nahmen trotz Einladung an der Tour nicht teil.

„Ich nutze die Gelegenheit, um mit den Akteuren vor Ort ins Gespräch zu kommen. Das ist besser als das beste Aktenstudium“, begründete Sommer sein Kommen. Das Eis war schnell gebrochen, als er dem Bürgermeister einen Scheck über 100 Euro überreichte. „Ein Onkel mit Geschenken ist besser als eine Tante, die Klavier spielen kann“, kommentierte er schmunzelnd bei Übergabe.

Um das Ehrenamt ging es sowohl am Ausgangsort der Tour am Dorfladen als auch am Feuerwehrgerätehaus. Man dürfe diese Tätigkeiten nicht als Selbstverständlichkeit ansehen, betonte der Bürgermeister und fand dabei bei Sommer ein offenes Ohr. Mehr Wertschätzung sei in allen Ehrenamtsbereichen notwendig, waren sich alle einig. Der Kreis habe bereits den Ehrenamtstag eingeführt.

Hocherfreut nahm der Gast aus dem Kreishaus, der ein besonderes Faible für die Freiwilligen Feuerwehren hat, einen Bericht des Stadtbrandmeisters Frank Burrichter entgegen. In Horstmar und Leer habe man in den beiden Löschzügen keine personellen Probleme, in jüngster Zeit wurden noch sechs junge Leute in die Wehr aufgenommen. Die Wehr profitiere von einer rührigen Jugendfeuerwehr.

Aber man müsse auf die zunehmend größeren Fahrzeuge und die verschärften Arbeitsschutzbedingungen reagieren, betonte der Besucher, der im Um- und Erweiterungsbau des Leerer Gerätehauses trotz der Baukosten von 1,7 Mio Euro eine äußerst notwendige Maßnahme sah. Architekt Werner Doeker teilte mit, dass bei der Vergabe der insgesamt 27 Gewerke fast zu 90 Prozent heimische Betriebe berücksichtigt wurden.

„Im Kindergartenbereich tut sich etwas“, berichtete der Bürgermeister. So entstehe am Lernzentrum Horstmar gerade eine Vier-Gruppen-Anlage. Im Ortsteil Leer ist das Gebäude des katholischen Kindergartens Ss. Cosmas und Damian abgängig. Es gebe Überlegungen, so Wenking, diesen abzureißen, dort eine Wohnbebauung vorzusehen und den Kindergarten an einer anderer Stelle neu zu planen und zu errichten.

Froh waren die Teilnehmer, dass sie mit einem E-Bike unterwegs waren. Doch als ausgerechnet der Motor seines Dienst-E-Bikes auf dem Weg an Jannings Quelle vorbei zum Höhenzug des Schöppinger Berges ausfiel, fand Robert Wenking dies nicht so lustig. Er bewies allen seine Fitness. „Wie schön ist doch das Münsterland“, schwärmte der Gast beim Blick vom Schöppinger Berg, der bis hin zu seinem Heimatort Altenberge reichte.

Der Gastgeber verwies auf die hohe Stromgewinnung durch die Windräder, die Ausbeute sei größer als die im Saerbecker Windpark.

„Manches Hindernis musste beseitigt werden, bevor hier gebaut werden konnte“, berichtete Kreis-Bauamtsleiter Lorenz Rustige bei der Besichtigung der beiden im Bau befindlichen Häuser mit insgesamt 24 Sozialwohnungen an der Eichendorffstraße. In den Kreis seien in den vergangenen Jahren insgesamt 350 Millionen Euro Fördermittel für den Wohnungsbau geflossen.

„Wir brauchen die Hilfe des Kreises, denn wir sind eine kleine Stadt und haben für manche Aufgaben nicht genügend Man-Power“, betonte der Bürgermeister. Mit der zentralen Vergabestelle beim Kreis habe man bereits gute Erfahrungen gemacht. Erfreulich sei auch eine Initiative der Regierungspräsidentin Dorothea Feller, den Gemeinden bei der Beantragung von Fördermitteln im Dschungel der verschiedenen Fördertöpfe behilflich zu sein.

„Die Stadt hat sich in den letzten Jahren enorm entwickelt, verschiedene Projekte verwirklicht und stellt sich den Herausforderungen“, bilanzierten der Besucher zum Ende der vierstündigen Sommerradtour. Er muss es wissen, denn Sommer war bereits vor vier Jahren auf einer Sommertour in der Burgmannstadt.

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