Feuerwehr im Ewaldidorf zählt 84 Einsätze / Wasserschaden legt Rathaus lahm / Horstmar hat mehr Glück
Unwetter trifft Laer besonders hart

Laer -

Die Folgen des Unwetters haben Laer besonders stark getroffen. So zählte die Freiwillige Feuerwehr bis gestern Mittag 84 Einsätze. Dabei mussten die Helfer auch den Keller des Rathauses leer pumpen. Der dortige Wasserschaden führte zum Ausfall der Server, was zur Folge hatte, dass die Gemeinde am Freitag nicht erreichbar war. Mehr Glück hatte die Feuerwehr Horstmar, die (nur) 16 mal ausrücken musste.

Freitag, 14.08.2020, 17:41 Uhr aktualisiert: 16.08.2020, 15:10 Uhr
Feuerwehr im Ewaldidorf zählt 84 Einsätze / Wasserschaden legt Rathaus lahm / Horstmar hat mehr Glück: Unwetter trifft Laer besonders hart

Besonders hart betroffen von den Unwettern am Donnerstagabend war die Gemeinde Laer. Zwei Gewitterfronten mit Starkregen forderten die Freiwillige Feuerwehr , die bis zum Freitagvormittag 84 Einsätze zählte. „Das gesamte Dorfgebiet war betroffen“, erklärte Gemeindebrandinspektor Stephan Rikels auf Anfrage der Westfälischen Nachrichten.

Die erste Alarmierung sei um 21.12 Uhr eingegangen. Der Hilferuf kam von der Johanniterstraße. Fast gleichzeitig sei ein Notruf aus dem Rathaus eingetroffen. „Dort ist der Keller vollgelaufen“, berichtete der Wehrführer. Das habe zum Ausfall der Server und der Technik geführt. Deswegen war die Gemeindeverwaltung am Freitag weder telefonisch noch per E-Mail erreichbar.

Dass mit Hochdruck an einer Lösung gearbeitet wird, bestätigte der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, Maik ter Beek, gestern im Gespräch mit den WN bei einer Lagebesprechung. So müssten die Räume erst einmal getrocknet werden, wozu man Bautrockner aus Hiltrup besorge. Zudem wären die Schäden zu begutachten und mit der Versicherung abzuklären.

„Es sind alle im Einsatz“, berichtete er über die Folgen des erheblichen Wasserschadens, der die Bediensteten hart getroffen hat. „Wir gehen Montag wieder ans Netz“, kündigte Maik ter Beek an.

Zurück zur Feuerwehr , die nicht nur die ganze Nacht, sondern auch noch am Freitag im Einsatz war. Sein Stellvertreter Daniel Borgmann und er hätten sehr schnell erkannt, dass sie Hilfe bräuchten und bei der Einsatzleitstelle darum gebeten. Überörtliche Unterstützung hätten dann ein Feuerwehrzeug aus Leer und zwei Fahrzeuge geleistet. Insgesamt sei man mit 70 Helfern unterwegs gewesen. Darunter befanden sich 52 Mitglieder der örtlichen Feuerwehr, die mit allen Fahrzeugen im Einsatz waren.

Hilfe leisteten auch die Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofs, die mit ihren großen Fahrzeugen, einige Einsatzorte anfuhren. Ob an der Königstraße, an der Henrich-Valck-Straße oder der Johanniterstraße, überall mussten Keller leer gepumpt werden. Auch der Keller der Werner-Rolevinck-Schule war betroffen.

Ein bisschen mehr Glück hatte die Nachbarkommune Horstmar. Wie Stadtbrandinspektor Frank Burrichter auf Anfrage dieser Zeitung erklärte, hatte die Freiwillige Feuerwehr, die jeweils einen Standort in Horstmar und einen in Leer hat, insgesamt 16 Unwetter-Einsätze zu leisten. Die erste Alarmierung sei gegen 21.22 Uhr erfolgt. Beide Löschzüge waren mit insgesamt 50 Kräften und allen Fahrzeugen bis gegen Mitternacht im Einsatz. Dabei galt es, die mit Wasser voll gelaufene Keller abzupumpen.

Zum Glück habe es nichts Gravierendes gegeben, zeigte sich der Wehrführer erleichtert. Er bestätigte, dass es im Ortsteil Leer gegen 22 Uhr auch einen Stromausfall gegeben hat, doch den hätte die RWE relativ schnell beheben können.

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