Aufsichtsrat und Vorstand der Dorfladen-Genossenschaft in Leer ziehen eine positive Bilanz
Großen Schritt nach vorne gemacht

Horstmar-Leer -

„Wir haben die Talsohle durchschritten, sind aber noch lange nicht am Gipfel angekommen.“ So skizzierte Helmut Gerdener, Vorstandsmitglied in der genossenschaftlichen Einrichtung „Unser Dorfladen“ in der gemeinsamen Sitzung von Aufsichtsrat und Vorstand das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2019. Es schließt mit einem Überschuss in Höhe von rund 17 600 Euro ab.

Sonntag, 16.08.2020, 15:10 Uhr aktualisiert: 18.08.2020, 15:50 Uhr
Sie freuen sich über die gute Entwicklung des Dorfladens (v.l.):
Sie freuen sich über die gute Entwicklung des Dorfladens (v.l.):

„Wir haben die Talsohle durchschritten, sind aber noch lange nicht am Gipfel angekommen.“ So skizzierte Helmut Gerdener, Vorstandsmitglied in der genossenschaftlichen Einrichtung „Unser Dorfladen“ in der gemeinsamen Sitzung von Aufsichtsrat und Vorstand das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2019. Es schließt mit einem Überschuss in Höhe von rund 17 600 Euro ab.

„Wir haben einen großen Schritt nach vorne gemacht, aber immer noch sind die Verluste vergangener Jahre nicht vollständig ausgeglichen“, fügte Klaus Rüße hinzu. Trotz des erfreulichen Ergebnisses sei es deswegen wichtig, dass der Dorfladen weiterhin verstärkt frequentiert werde. Noch immer gelte der Aufruf: „Wir brauchen Euch, um den Dorfladen halten zu können.“ Schließlich habe sich dieser als gute Einkaufsmöglichkeit mit breitem Sortiment entwickelt. Er sei aber auch als Kommunikationsmittelpunkt im Dorf von enormer Wichtigkeit.

Die Dorfladen-Genossenschaft zählt derzeit 325 Mitglieder. Dem Aufsichtsrat gehören Klaus Rüße als Vorsitzender sowie Carolin Kolkmann, Christina May und Karin Drerup an. Im Vorstand sind Hendrik Quandt , Martin Gervers und Helmut Gerdener tätig. Zwischen den Gremien herrsche ein gutes, harmonisches, vertrauensvolles Miteinander, bestätigte Klaus Rüße. Die Chemie stimme auch zwischen diesen ehrenamtlich Tätigkeiten und dem Verkaufspersonal.

All diese Informationen hätten Vorstand und Aufsichtsrat gerne in einer Mitgliederversammlung vorgetragen. Diese wurde jedoch wegen der Korona-Pandemie nicht einberufen.

Hendrik Quandt und Helmut Gerdener machten deutlich, dass man an den verschiedensten Stellschrauben gedreht habe, um in die schwarzen Zahlen zu kommen. So wurde das Sortiment bereinigt beziehungsweise erweitert. Was wie Blei im Regal lag, wurde konsequent aus dem Sortiment genommen, um Platz zu kriegen. Neue Artikel wurden im Blickfeld positioniert und Kunden zusätzlich noch ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht.

Die Kunden honorierten dies und griffen verstärkt zur besseren Qualität, auch wenn es mehr kostete. Die Atmosphäre im Laden konnte „aufgehübscht“ werden durch neue Lampen über der Theke, neue Möbel im Café und Dekoration auf den Tischen.

Eine weitere Stellschraube lag beim optimierten Einkauf durch konsequente Ausnutzung der Sonderangebote. Größere Mengen einzukaufen wurde möglich durch bessere Aufteilung des Lagerraums. Das vorhandene Klimagerät konnte optimiert werden, ein neues Gerät zusätzlich installiert.

Die Überwachung des Ladens erfolgt durch Spiegel. Auch wenn nur eine Mitarbeiterin anwesend ist, kann der Laden vom „Backoffice“ aus dank der Spiegel kontrolliert werden. Dank einer eingebauten Alarmanlage gab es 2019 keinen Einbruch. Im Jahr zuvor war dadurch ein Schaden von rund 3500 Euro entstanden.

„Wir sind stolz auf unseren Dorfladen, der mittlerweile als Vorzeigeobjekt dient. Schließlich ist dieser ohne finanzielle Zuwendungen von dritter Seite geschultert worden“, betonte Rüße gerne mit Blick auf die Neugründungen von Dorfläden im Kreis Steinfurt. Die Freude darüber, die Kosten im Griff zu haben, erleide aber leider immer wieder einen Dämpfer. Bekannt seien die Erhöhung des Mindestlohnes aber auch höhere Kosten durch neue gesetzliche Vorgaben für die Waagen und das Kassensystem. „Es müssen Rücklagen gebildet werden für die Ersatzbeschaffung von Investitionen. Genau deswegen wirbt er dafür, im Kaufverhalten nicht nachzulassen“, so der Aufsichtsratsvorsitzende.

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