Blühflache besucht
Einsatz für die Insekten

Horstmar -

Um den Nutzen von Blühflächen für die gesamte Umwelt, besonders aber für Insekten, ging es während einer Radtour, zu der die Grünen und der LOV Horstmar-Leer eingeladen hatten.Beide sind Initiatoren einer Blühflächen-Aktion. Zahlreiche Paten und Förderer des Projektes nahmen an dem Ausflug, der mit einem regen Austausch verbunden war.

Dienstag, 18.08.2020, 16:45 Uhr aktualisiert: 19.08.2020, 15:06 Uhr
Zur Fläche des Landwirtes Bernd Wenning führte die Radtour, zu der die Grünen und der LOV Horstmar-Leer eingeladen hatten. Für sachkundige Informationen sorgte die Vorsitzende des Nabu im Kreis Steinfurt, Kerstin Panhoff.
Zur Fläche des Landwirtes Bernd Wenning führte die Radtour, zu der die Grünen und der LOV Horstmar-Leer eingeladen hatten. Für sachkundige Informationen sorgte die Vorsitzende des Nabu im Kreis Steinfurt, Kerstin Panhoff.

Die über ein Hektar große Blühfläche auf dem Schöppinger Berg, zu deren Gelingen über 70 Paten beigetragen haben, war jetzt das Ziel einer Radtour. Dazu begrüßten die Initiatoren der Aktion, der Ortsverband von Bündnis 90 /  Die Grünen sowie der Landwirtschaftliche Ortsverein Horstmar-Leer, zahlreiche Paten und Förderer des Projektes. Die Tour führte von Horstmar über Leer und dann den Berg hinauf bis zur Fläche des Landwirts Bernd Wenning. Dieser berichtete kurz über die Bodenvorbereitung sowie die weiteren Arbeitsschritte auf der Fläche und gab Informationen zur Bodenbeschaffenheit und zum verwendeten Saatgut.

Es folgte ein reger und fundierter Austausch über den großen Nutzen von Blühflächen für die gesamte Umwelt, insbesondere, um den wissenschaftlich belegten Rückgang der Insekten (den jeder auch auf seiner Windschutzscheibe am Auto feststellen kann) zu stoppen. Maßgeblich dazu bei trug die Vorsitzende des NABU im Kreis Steinfurt, Kerstin Panhoff, bei. Sie brachte ihre eigenen Erfahrungen als Imkerin mit in die Diskussion ein. Den Besuchern wurde klar, dass nicht in erster Line eine farbenfrohe Blütenpracht ausschlaggebend ist.

„Vielmehr ist es wichtig, dass einheimischen und zum Teil unscheinbaren Arten Platz und Entfaltungsmöglichkeiten gegeben wird, denn nur sie bieten den Insekten die richtigen Bedingungen, die sie zum Erhalt Ihre Art benötigen. Und dafür sind dann längerfristig oder sogar dauerhaft angelegte Flächen besser als nur eine einzelne große einjährige Fläche“, heißt es in einem Pressebericht der Grünen. Die überall verteilten Flächen dürften jedoch nicht zu weit auseinander liegen, damit auch ein entsprechender Genaustausch der Arten stattfinden könne. In der Runde war man sich einig, dass jede auch noch so kleine naturnah gestaltete Fläche, auch innerhalb von Ortschaften, einen Beitrag zum Erhalt der Umwelt darstellt, und das die vielerorts zu findenden Schotterflächen genau das Gegenteil bewirken.

Von vielen wurde der Wunsch geäußert, die Aktion fortzuführen, am besten über einen längeren Zeitraum. Dafür werden jedoch geeignete Flächen benötigt, die neben sonnigen Teilen auch Schattenbereiche haben dürfen, denn nicht alle Insektenarten brauchen eine reine Sonnenlage. Naturfreunde, die eine solche Fläche zur Verfügung stellen möchten, können sich per E-Mail an alfons.rottmann@t-Online.de wenden. Vielleicht findet sich ja auch eine geeignete Fläche, die sich im Eigentum der Stadt Horstmar befindet, hoffen die Grünen. Da viele Paten bereit sind, sich weiterhin und auch langfristig zu engagieren, lässt sich, bei Berücksichtigung verschiedener Fördermöglichkeiten, auch für den Flächeneigner dessen Engagement wirtschaftlich darstellen, meinen die Initiatoren abschließend in ihrem Bericht.

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