Alster Kapellenverein spendet Erlös an Herzenswünsche, den Bunten Kreis und Haus Hannah
9000 Kerzen bringen 3000 Euro ein

Horstmar-Leer -

Sie erfüllen schwer kranken Kindern und Jugendlichen Wünsche, unterstützen Familien, deren Kinder zu früh geboren wurden, erkrankt oder gestorben sind, und begleiten sterbenskranke Menschen: Der Kapellenverein hat jetzt insgesamt 3000 Euro an gemeinnützige, karitative Vereinigungen gespendet. Dabei handelt es sich um den Verein Herzenswünsche, den Bunten Kreis Münsterland und das Haus Hannah.

Sonntag, 20.09.2020, 17:46 Uhr
Glückliche Gesichter gab es bei der Spendenübergabe (v.l.): Ottilie Rotering, Martin Vieth, Erich Büscher-Eilert, Ernst Telgmann (alle Kapellenverein), Katrin Gangloff (Bunter Kreis), Michael Kreft (Haus Hannah) sowie Gina und Margret Geßmann (Herzenswünsche).
Glückliche Gesichter gab es bei der Spendenübergabe (v.l.): Ottilie Rotering, Martin Vieth, Erich Büscher-Eilert, Ernst Telgmann (alle Kapellenverein), Katrin Gangloff (Bunter Kreis), Michael Kreft (Haus Hannah) sowie Gina und Margret Geßmann (Herzenswünsche). Foto: Neugebauer

Die Friedenskapelle in der Alst ist gerade in Corona-Zeiten ein Ort, der gerne zum Innehalten sowie zur innerlichen Einkehr und zum Gebet genutzt wird. Viele Besucher zünden auch eine Kerze an. „Es brannten noch nie so viele wie in diesem Jahr“, berichtet Ernst Telgmann , der Vorsitzende des Alster Kapellenvereines. Er schätzt die Anzahl auf rund 9000 Exemplare. Gerade zu Ostern und zu Pfingsten habe man Kerzen nachlegen müssen.

Das positive Ergebnis spiegelt sich auch in den Spenden wider. Diese haben dafür gesorgt, dass der Kapellenverein jetzt insgesamt 3000 Euro an gemeinnützige, karitative Vereinigungen ausschütten konnte. Martin Vieth, Kassierer des Kapellenvereines, überreichte jetzt je 1000 Euro an den Verein Herzenswünsche, den Bunten Kreis Münsterland und das Haus Hannah.

Margit Geßmann von Herzenswünsche aus Münster berichtete, dass der Verein seit 1992 schwer kranken Kindern und Jugendlichen lang ersehnte Wünsche erfüllt. 70 ehrenamtliche und drei hauptamtliche Mitarbeiter bemühen sich gemeinsam mit Eltern, Ärzten und Therapeuten darum, die Wünsche der Betroffenen herauszufinden. Denn die Erfüllung eines langgehegten Traums könne Mut und Kraft geben und trage entscheidend dazu bei, den oft sehr belastenden Klinikalltag besser bewältigen zu können sowie weiter gegen die Krankheit zu kämpfen.

Für die Einrichtung Bunter Kreis mit Sitz in Coesfeld berichtete Katrin Gangloff, dass in Deutschland jedes Jahr 40 000 Kinder zu früh geboren würden, erkrankten, verunglückten oder stürben. Die betroffenen Familien kämpften dann mit erheblichen seelischen, körperlichen, sozialen und finanziellen Belastungen. Der Verein helfe seit dem Jahr 2000 betroffenen Familien im Münsterland, neue und schwere Situationen zu meistern. Im vergangenen Jahr betreute das qualifizierte und engagierte Team etwa 350 chronisch und schwer kranke Kinder mit rund 850 Familienangehörigen im Münsterland. Die ganzheitliche und vernetzte Versorgung und die intensive Betreuung der Familien seien ein einmaliges Prinzip, so Katrin Gangolf.

Das Hospiz Haus Hannah ist in Emsdetten beheimatet. Michael Kreft schilderte die Aufgaben. Man helfe sterbenden Menschen dabei, ein würdevolles und selbst bestimmtes Leben zu führen. Dabei stünden Wünsche und Bedürfnisse der Betroffenen und ihrer Familien im Zentrum. Grundlage des Handelns seien palliative Pflege, palliative Medizin, psychosoziale Begleitung und spirituelle Begleitung.

Neben der pflegerischen Versorgung gehe es im Hospiz darum, den Hospizgästen und deren Angehörigen eine möglichst lebenswerte gemeinsame Zeit zu ermöglichen. Dabei komme es zu ganz vielen Gesprächen und Unternehmungen. 95 Prozent des Pflegesatzes werde von den Kranken- und Pflegekassen finanziert, so Michael Kreft. Fünf Prozent müsse der Träger über Spenden finanzieren. Das bedeute, dass dieser jährlich auf rund 250 000 Euro finanzieller Hilfe angewiesen sei.

„Unsere Spenden sind gut angelegt. Wir freuen uns, Hilfsbedürftigen damit helfen zu können“, betonte Kassierer Martin Vieht, nachdem die drei Einrichtungen sich und ihre Aktivitäten vorgestellt hatten.

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