UMI-Gruppe freut sich über die Realisierung ihres Projekts in Nigeria
Aus dem Bohrloch fließt Wasser

Horstmar -

Manch einer hat schon gar nicht mehr daran geglaubt, dass das Projekt noch verwirklicht wird. Doch jetzt ist es so weit: Aus dem Bohrloch in Nigeria fließt Wasser. Die E-Mail mit dieser Nachricht erreichte nun die UMI-Projektgruppe und sorgte für große Freude.

Sonntag, 27.09.2020, 20:04 Uhr
Die Gruppenmitglieder haben für das Foto bewusst den Horstmarer Stadtbrunnen auf dem neu gestalteten Kirchplatz gewählt. Verbinde dieser sie doch mit Aguibeje, es gebe eine gewisse Patenschaft, so Norbert Wiechers.
Die Gruppenmitglieder haben für das Foto bewusst den Horstmarer Stadtbrunnen auf dem neu gestalteten Kirchplatz gewählt. Verbinde dieser sie doch mit Aguibeje, es gebe eine gewisse Patenschaft, so Norbert Wiechers. Foto: Neugebauer

„UMI Quelle der Freude – Trinkwasser für Nigeria“, so lautet der Titel eines Projektes für ein Dorf im Süden Nigerias. Damit soll die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser sichergestellt werden. Zahlreiche Menschen aus Horstmar und Umgebung haben dafür gespendet. Nun erreichte die UMI-Gruppe die freudige Mitteilung von den Verantwortlichen aus Aguibeje, dass das Wasser vor Ort inzwischen sprudelt.

Dafür wurde ein Loch mit einer Tiefe von 207 Metern gegraben. Die Bohrungen, für die umfangreiche Vorkehrungen getroffen werden mussten, haben rund zwei Wochen gedauert. Zur Zeit wird noch die Qualität des Wassers getestet. Man geht davon aus, dass die Bevölkerung der gesamten Umgebung mit zirka 15 000 Einwohnern vom Frischwasser profitieren wird. Das soll die Lebensumstände für die Menschen, insbesondere für die Kinder, erheblich verbessern.

Wunderschönes Gefühl

„Auf die Mail, dass das Wasser fließt, haben wir alle lange gewartet“, berichtet Norbert Wiechers , der Vorsitzende der Projektgruppe. Nun sei es endlich soweit und das Wasser fließe, freut er sich. Für die Mitglieder der UMI-Gruppe sei diese Meldung ein „wunderschönes Gefühl“ und ein „großer innerer Dank für die Arbeit“. Geld zu sammeln, sei das eine, es zu überweisen und dann anschließend zu erfahren, was damit erstellt worden ist und wie sich die Menschen dort vor Ort über die Hilfsaktion freuen, sei das andere.

Norbert Wiechers bedankt sich bei allen, die mit Rat und Tat geholfen haben, das Projekt zu realisieren, insbesondere bei den Spendern, aber auch vor allem bei den Technikern in Aguibeje. Ein noch größerer Dank kommt von den Verantwortlichen aus Nigeria für die Unterstützung, die Bemühungen, das starke Engagement und die großzügigen Spenden.

Für dieses Projekt wurden 12 500 Euro an Spendengeldern verbaut. Mit dem restlichen Geld in Höhe von 20 000 Euro soll der zweite Bauabschnitt, die Aufbereitung des Wassers, finanziert werden.

„Wir von der UMI-Gruppe sind überglücklich“, beschreibt Maria Kösters die Stimmungslage. Sie habe gar nicht mehr an die Verwirklichung des Projektes geglaubt. Dafür war sich Norbert Wiechers umso sicherer. Er habe innerlich immer gehofft, dass eines Tages Wasser aus dem Bohrloch fließen würde, erklärt der Vorsitzende.

  • Die Projektgruppe verfügt über einige Videos vom Geschehen vor Ort. Diese können auf Wunsch bei den Mitgliedern in Form einer DVD für eine kleine Spende erworben werden.
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