Pfarrdechant Johannes Büll segnet die neuen Kindergartenräume ein
Neuer Glanz auch für den Josef

Horstmar -

Zahlreiche Glückwünsche und Geschenke gab es zur Einsegnung der neu errichteten Kindertagesstätte St. Josef nahe des Lernzentrums Horstmar, die Pfarrdechant Johannes Büll am Freitagmorgen während einer Feierstunde vornahm. Die offizielle Einweihung erfolgt später.

Freitag, 09.10.2020, 17:43 Uhr
Die Kinder freuten sich, dass sie dem Dechanten beweisen konnten, dass sie die mitgebrachten Früchte genau kennen.
Die Kinder freuten sich, dass sie dem Dechanten beweisen konnten, dass sie die mitgebrachten Früchte genau kennen. Foto: Neugebauer

Mit einem kräftigen Stampfen bekundeten die Mädchen und Jungen der Kita St. Josef ihre Freude über den Neubau des Kindergartens neben dem Horstmarer Lernzentrum. Sie waren am Freitagmorgen zusammengekommen, um mitzuerleben, wie Pfarrdechant Johannes Büll die neuen Räume einsegnet. Dazu waren auch Abordnungen der beiden weiteren katholischen Kindergärten St. Elisabeth und Ss. Cosmas und Damian sowie die Verbundleitung erschienen.

Mit dem Umzug in das neue Gebäude geht eine Ära an der Überwasserstraße zu Ende. Mit 63 Jahren ist er an dieser Stelle der älteste Kindergarten vor Ort. „Es ist wie ein Geschenk Gottes, jetzt hier in den hellen Räumen mit den Kindern in vier Gruppen zusammen sein zu können. Es gibt sogar einen großen Gymnastikraum“, freute sich Beate Surmund, die seit 2010 die Kita leitet.

„Gottes Liebe ist so wunderbar“, sangen die Mädchen und Jungen, die Beate Surmund auf der Gitarre begleitete. Stolz waren die Kleinen, als sie dem Dechanten erklärten, welche Früchte sie für den Gabentisch mitgebracht hatten. Es waren Äpfel, Birnen, Tomaten, Mandarinen, Gurken, Mais, Paprika und sogar ein Kürbis.

Schon beim Eintritt in das Gebäude fiel eine große an der Wand hängende Holzfigur auf. Sie zeigt den heiligen Josef mit dem Jesuskind auf dem Arm. „Ich habe sie auf dem Dachboden unseres alten Kindergartens total verstaubt gefunden“, berichtete Martina Höing den Anwesenden. Schnell habe man erkannt, dass es sich dabei um ein Werk der Horstmarer Künstlerin Gertrud Büscher-Eilert handelt. Zur Renovierung wurde es ihrem Sohn Erich, der ebenfalls Künstler ist, gebracht. „Jetzt hat es einen wunderbaren Platz gefunden“, freute sich der Seelsorger, dass die Figur in frischem Glanz zu neuen Ehren kommt.

Für den Eingangsbereich und die vier Gruppenräume gedacht waren die „Durchgucker-Kreuze“, die der Geistliche als Geschenk mitgebracht hatte. Auch die beiden anderen Kindergartenleiterinnen kamen nicht mit leeren Händen. Heike Westermann überreichte ein Körbchen mit Brot und Salz. „Die Tradition der Schenkung von Brot und Salz stammt aus dem Mittelalter“, erklärte sie bei der Übergabe. Denn die Gabe von Brot und Salz stehe für Sesshaftigkeit, Wohlstand und Gemeinschaft im Sinne des Beschenkten. Außerdem sollen die beiden Lebensmittel Schutz vor bösen Zauberern, Verwünschungen und dem Teufel selbst spenden.

Bianca Stanitzok hatte es mit ihrem Geschenk mehr auf das leibliche Wohlergehen der Erzieherinnen abgesehen. Ein Präsent gab es auch von Verbundleiterin Maria Eckrodt-Bülters.

Bei seinem Rundgang durch das Haus segnete der Pfarrdechant alle Räume. Die offizielle Einweihung wird zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden.

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