Tannenbaum-Aktion in Leer und Horstmar unter erschwerten Bedingungen
Corona sorgt für geänderten Ablauf

Horstmar-Leer -

Coronabedingt musste die Tannenbaum-Sammelaktion der Kolpingsfamilie in Leer und der Landjugend in Horstmar anders gestaltet werden als bisher üblich. Um eine Ansammlung von Helfern zu vermeiden, gab es im Dorf beispielsweise keinen zentralen Treffpunkt, sondern vier verschiedene Sammelstellen. Zudem entfiel das Essen im Pfarrheim. Statt dessen gab es ein Lunchpaket für die Helfer.

Montag, 11.01.2021, 16:09 Uhr aktualisiert: 12.01.2021, 16:12 Uhr
Neben den 14 Erwachsenen fassten auch 16 Kinder bei der Tannenbaum-Sammelaktion in Leer kräftig mit an. Dabei kamen vier Treckergespanne zum Einsatz. Die Warnwesten trugen die Aufschrift „Kolpingsfamilie Leer“. Mit einem Kran wurden die Tannen abtransportiert.
Neben den 14 Erwachsenen fassten auch 16 Kinder bei der Tannenbaum-Sammelaktion in Leer kräftig mit an. Dabei kamen vier Treckergespanne zum Einsatz. Die Warnwesten trugen die Aufschrift „Kolpingsfamilie Leer“. Mit einem Kran wurden die Tannen abtransportiert. Foto: Neugebauer

-fn- Kaum ist das Dreikönigsfest vorbei, rüsten die meisten Familien ihre Weihnachtsbäume wieder ab. Doch wohin mit den ausgedienten Tannen? Im Ortsteil Leer ist das seit 23 Jahren kein Problem, denn die Kolpingsfamilie sammelt diese seit 1998 ein. Die Bäume landen bei Ernsting/Kestermann in der Bauerschaft Haltern. Dort werden sie demnächst im Rahmen einer genehmigten Veranstaltung verbrannt.

„Eigentlich ist diese Aktion bei uns schon Routine“, erklärt Irene Wahlers . Doch in diesem Jahr sei coronabedingt alles anders und leider auch komplizierter geworden, fügt die Vorsitzende der Leerer Kolpingsfamilie hinzu. Normalerweise treffe man sich gemeinsam zur Abfahrt auf dem Kirchplatz. Dort wurden bisher auch die Bezirke eingeteilt.

Wegen der Pandemie erfolgte der Einsatz am Wochenende allerdings dezentral von verschiedenen Stellen im Dorf. „Wir wollten damit ein Zusammentreffen zahlreicher Personen verhindern“, begründet Irene Wahlers die Umstellung. Die einzelnen Treckergespanne von Markus May, Frank Berning, Matthias Hüsing und Reinhard Höing kamen auf dem Hof May, am Grollenburgparkplatz, am Parkstreifen Volksbank/Halterner Straße und am Kalvarienberg zusammen. Wer wo erscheinen sollte, hatte Irene Wahlers den Teilnehmern bereits vorher über Whats-App mitgeteilt.

Es waren immerhin 30 Teilnehmer, die zum Sammeleinsatz ausrückten. Vorher gab es allerdings aus Sicherheitsgründen für jeden eine Warnweste mit der Aufschrift „Kolpingsfamilie Leer“. Dabei machte die Gemeinschaft als Familie ihrem Namen wieder alle Ehre. So waren unter den 30 Aktiven insgesamt 16 Kinder.

Als Kurier zwischen den einzelnen Einsatzpunkten betätigte sich Sandra Böckers. Sie brachte nicht nur die Warnwesten, sondern auch die Lunchpaket herum. Da das gemeinsame Essen im Pfarrheim nach der Aktion ausfallen musste, hatte sich der Vorstand der Kolpingfamilie diese Alternative einfallen lassen. Im Dorfladen war das Lunchpaket mit einer Laugenecke, einer Flasche Wasser, einem Snack und einem Schokoladenriegel bestückt worden. „Wir haben für die Aktion viel Lob erhalten“, freute sich abschließend Claudia Berning. Insgesamt beluden die Helfer fünf Anhänger. Auch das finanzielle Ergebnis sei zufriedenstellend. Man wird das Geld für die Familien- und Jugendarbeit in der Kolpingsfamilie verwenden.

In Horstmar sammelten nach bewährter Tradition die Mitglieder der Landjugend Horstmar/Leer die Weihnachtsbäume am Samstag ein.

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