Ortskulturring Leer blickt auf sein 50-jähriges Bestehen zurück
Prägende Instanz fürs Dorfleben

Horstmar -

Seit 50 Jahren gibt es den Ortskulturring im Horstmarer Ortsteil Leer, der das Dorfleben seit 1971 entscheidend geprägt und mitgestaltet hat. Dabei handelt es sich um einen freiwilligen Zusammenschluss kulturtreibender Vereine, der nicht nur die jährliche Verteilung der städtischen Fördermittel aus Spenden der Sparkasse, sondern im Laufe der Zeit auch zahlreiche andere Aufgaben übernommen hat.

Freitag, 19.02.2021, 18:30 Uhr
Der Ortskulturring Leer meistert seit 50 Jahren zahlreiche Aufgaben und ist aus dem Dorfleben nicht mehr wegzudenken.
Der Ortskulturring Leer meistert seit 50 Jahren zahlreiche Aufgaben und ist aus dem Dorfleben nicht mehr wegzudenken. Foto: Neugebauer

Er ist ein freiwilliger Zusammenschluss der im Bereich des Ortsteils Leer bestehenden kulturtreibenden Vereine. So steht es in der Satzung, die das Datum vom 21. Oktober 1971 trägt. An diesem Tag fand die konstituierende Sitzung des Ortskulturrings statt, der in diesem Jahr 50 Jahre alt wird und heute aus dem Dorfleben nicht mehr wegzudenken ist.

Vor der Sitzung waren Vereinsvertreter mit einigen Ratsmitgliedern zusammengekommen. Die Initiative dazu ging vom damaligen Ratsherrn Anton Greive aus. Anlass waren verschiedene Anträge der örtlichen Vereine auf finanzielle Unterstützung, über die jeweils vom Stadtrat zu beschließen war. Ähnlich dem Vorbild anderer Gemeinden sollte versucht werden, die von der Kommune zur Verfügung gestellten Mittel für die Kulturarbeit zentral über eine Stelle zu verteilen.

In der Gründungsversammlung wurden Heinrich Schmöller als Vorsitzender, Heinrich Raus als sein Stellvertreter und Franz Neugebauer als Schriftführer gewählt, letzterer als Vertreter des damals bestehenden Ortsjugendringes. An der konstituierenden Sitzung nahmen Heinrich Laurenz und Heinrich Schmöller (Schützenverein Haltern), Hubert Artmann und Kunibert Mantke (Schützenverein Ostendorf), Anton Dingbaum und Josef Ringkamp (Schützenverein Alst), Franz Jüditz (Gesangverein), Heinrich Raus und Walter Ahlers (Schützenverein Dorf), Annette Anthe (Pfarrkomitee) und Pastor Stork (Evangelische Frauenhilfe und Jungmütterkreis) teil. Das Gremium beschloss, die Vorsitzenden des Katholischen Frauen- und Müttervereines sowie der Katholischen Landvolkbewegung für eine Mitarbeit zu bewegen.

Die Aufgaben des Ortskulturringes sind klar definiert. Er soll das gegenseitige Verständnis unter den Verbänden und den Austausch von Erfahrungen fördern, in der Öffentlichkeit Interesse für die Belange der Kultur wecken, der kommunalen Vertretungskörperschaft und der Verwaltung gegenüber die kulturellen Belange vertreten und Veranstaltungen (Wettbewerbe, Ausstellungen) planen.

Heute gehören der Vereinigung 14 Vereine und Verbände an. Vorsitzende waren Heinrich Schmöller (1971 bis 1975), Heinrich Raus (1975 bis 1991), Franz Ahmann senior (1991 bis 2000), Heinz Greive (2000 bis 2006) und Andreas Loos (2006 bis 2018). Seit 2018 leitet Franz Ahmann junior die Geschicke des Ortskulturrings. Sein Stellvertreter ist Martin Zintl. Anne Telgmann fungiert als Kassiererin an.

Der Ortskulturring ist sehr engagiert. So hat er beispielsweise die Organisation der örtlichen Nikolausfeier sowie des Volkstrauertags übernommen. Zudem hat er sich beim Ausbau der Breitbandversorgung maßgeblich eingebracht. Weitere Aktivitäten sind unter anderem die Restaurierung des Holzkreuzes/Korpus an der Kirchen-Ostseite, die Jubiläumsfeierlichkeiten anlässlich 1125 Jahre Leer, die Entwicklung und Errichtung der Erinnerungsstele im Dorfpark und die Organisation zweier Schnadgänge.

Die Idee aus dem Jahr 2012 zu einem Radweg abseits der Rad-(Auto-)bahn von Leer nach Horstmar beziehungsweise umgekehrt, wurde durch den damaligen Vorsitzenden Andreas Loos geboren. Mit dieser Strecke sollen Radreisende durch Leer und Horstmar geführt werden. Er wird demnächst als „Ritterroute“ umgesetzt.

Die Musik-/Theaterfahrten wurden schon vor einiger Zeit zusehends zurückgefahren, da immer mehr Vereine eigene Angebote aufstellten und es nicht zu Konkurrenzveranstaltungen kommen sollte.

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