Corona-Teststelle im St.-Gertrudis-Haus für die Bevölkerung geöffnet
„Der Auftakt ist gut gelaufen“

Horstmar -

Die kommunale Corona-Schnellteststelle der Stadt Horstmar im St.-Gertrudis-Haus ist offiziell eröffnet. Am ersten Tag gab es allerdings keinen Run auf den abgetrennten Raum des Altenwohnheims. Dort kümmerte sich Tester Herbert Schwaninger um die acht Besucher.

Dienstag, 16.03.2021, 17:40 Uhr
Tester Herbert Schwaninger geht beim Nasenabstrich sehr behutsam vor. „Möglichst locker bleiben und nicht verkrampfen“, rät er seiner Probandin, die zu den ersten Besuchern am Montagnachmittag gehört.
Tester Herbert Schwaninger geht beim Nasenabstrich sehr behutsam vor. „Möglichst locker bleiben und nicht verkrampfen“, rät er seiner Probandin, die zu den ersten Besuchern am Montagnachmittag gehört.

Herbert Schwaninger ist gespannt. Schließlich weiß er noch nicht, was an diesem Montagnachmittag, an dem die kommunale Corona-Teststelle der Stadt Horstmar das erste Mal für alle testwilligen Bürger geöffnet hat, auf ihn zukommt. Strömen die Massen zum St.-Gertrudis-Haus oder hält sich das Interesse der Bevölkerung zur Premiere in Grenzen?

„Sollte es eng werden, könnte ich Verstärkung rufen“, erklärt der Rehabilitationstrainer, der wegen des zweiten Lockdowns momentan nicht in seinem Beruf arbeiten kann. Deswegen hat er sich auf den Aufruf von Horstmars Bürgermeister Robert Wenking gemeldet und beim DRK zum Tester ausbilden lassen.

Seit vier Wochen macht der 42-Jährige den Job, den er sich mit drei weiteren Kräften teilt. Bis zum Montag haben die Helfer nur Bewohner, Mitarbeiter und Besucher des St.-Gertrudis-Hauses getestet, da es sich sozusagen um eine interne Corona-Teststelle gehandelt hat, die nun der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt worden ist, da jedem Bürger ein Schnelltest in der Woche zusteht.

Die Arbeit im blauen Kittel, mit Schutzhandschuhen und FFP2-Maske scheint Herbert Schwaninger Spaß zu machen. Mit einem freundlichen „Grüß Gott“ heißt er die erste Besucherin willkommen, die das Prozedere schon kennt, weil sie häufiger im Altenwohnheim zu Gast ist und dafür die Bescheinigung mit einem negativen Ergebnis braucht.

Nach dem gründlichen Hände desinfizieren und Fiebermessen gilt es, einen Gesundheitsfragebogen auszufüllen, der für Besucher von Einrichtungen der Altenhilfe obligatorisch ist. Zudem müssen sich die Gäste registrieren lassen. Im Einbahnstraßensystem geht es danach durch den Testraum, in dem sich immer nur der Tester und sein Proband aufhalten dürfen. Schnell ist der Abstrich in der Nase absolviert und die Getestete nimmt in der nebenanliegenden Kapelle Platz, um das Ergebnis abzuwarten. 15 Minuten später bekommt sie es. Glücklicherweise ist dieses – wie bei allen weiteren sieben Besuchern an diesem Nachmittag – negativ.

„Bisher hatte ich noch keinen positiven Befund“, zeigt sich Herbert Schwaninger erleichtert. Würde er auf ein solches stoßen, müsste er es melden, die Teststelle sofort schließen und den Betroffenen in Quarantäne schicken. Wie der Tester, hofft auch Einrichtungsleiter Bernd Wessel, dass das möglichst nicht passiert, auch wenn man sich für den Ernstfall gut gerüstet fühlt.

„Der Auftakt ist gut gelaufen“, zieht der Hausherr abschließend eine gute Bilanz. Dabei bestätigt er noch einmal, dass eine vorherige Anmeldung nicht notwendig ist und die Getesteten ihr negatives Zertifikat nach einer kurzen Wartezeit direkt mit nach Hause nehmen können.

Ein Bild von der Premiere machen sich an diesem Nachmittag auch Bürgermeister Robert Wenking und Ordnungsamtsleiter Georg Becks. Sie bitten darum, dass die Besucher der Teststelle, nicht unbedingt die begrenzten Parkplätze des Altenwohnheims, sondern die in der umliegenden Umgebung nutzen sollten. Doch an diesem Nachmittag ist das kein Problem, was sich mit einer zunehmenden Besucherfrequenz schnell ändern könnte, womit zum Wochenende gerechnet wird.

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