Erste Bilanz nach Einführung der Gelben Tonne
Systemwechsel hat gut geklappt

Horstmar -

Der Wechsel vom Gelben Sack auf die Gelbe Tonne im Bereich der Stadt Horstmar ist vollzogen. „Bis auf einige wenige Ausnahmen hat die Umstellung während des Jahreswechsels gut geklappt“, erklärt Ramona Hollefeld. Insgesamt 2100 Gelbe Tonnen seien aufgestellt worden, hat die Abfallberaterin der Stadt Horstmar auf Nachfrage bei der Entsorgungsfirma Remondis erfahren.

Montag, 05.04.2021, 12:32 Uhr
Insgesamt 2100 Gelbe Tonnen sind in Horstmar aufgestellt worden.
Insgesamt 2100 Gelbe Tonnen sind in Horstmar aufgestellt worden. Foto: Franz Neugebauer

Der Wechsel vom Gelben Sack auf die Gelbe Tonne im Bereich der Stadt Horstmar ist vollzogen. „Bis auf einige wenige Ausnahmen hat die Umstellung während des Jahreswechsels gut geklappt“, erklärt Ramona Hollefeld. Insgesamt 2100 Gelbe Tonnen seien aufgestellt worden, hat die Abfallberaterin der Stadt Horstmar auf Nachfrage bei der Entsorgungsfirma Remondis erfahren.

Grundsätzlich haben alle privaten Haushalte eine 240 Liter Tonne mit schwarzem Korpus und gelbem Deckel erhalten. Die genaue Anzahl der Tonnen hat sich, wie bei den anderen Abfallgefäßen auch, nach der Einwohnerzahl je Grundstück gerichtet. Gewerbebetriebe konnten anstelle von Einzeltonnen auch 1100-Liter-Rollcontainer erhalten.

Ramona Hollefeld wird immer wieder mit der Frage konfrontiert, was denn nun alles in die Gelbe Tonne gehöre. Zusammenfassend lautet ihre Antwort: „Leichtverpackungen aus Kunststoff, Aluminium, Weißblech und Verbundmaterialien wie Getränkekartons.“ Häufig tauche auch die Frage auf, in welchem Zustand sich der Abfall, der in die Gelbe Tonne gehört, befinden müsse. So etwa, ob der Joghurtbecher vorher in den Geschirrspüler gehöre. Das sei übertrieben, meint die Abfallberaterin der Stadt. Es gelte die Nicht-perfekt-sauber-Klausel für alle Verpackungen. Die Faustregel laute also: Reste raus. Wichtig sei es jedoch, den Deckel und – wenn vorhanden – auch die Papierummantelung beim Joghurtbecher vor dem Einwurf komplett abzutrennen und gesondert zu entsorgen.

Ein Großteil der entsorgten Verpackungen aus Kunststoff, wie zum Beispiel Zahnpastatuben, Flaschen aus Plastik oder Joghurtbecher, Getränkekartons aus Verbundstoffen, Folien oder Styropor (von Verpackungen), ist recycelbar, das heißt die Verpackungen können verwertet werden.

Sie werden zu Rezyklaten verarbeitet, einem Granulat aus Recyclingkunststoff, betont die Abfallberaterin. Dieses dient als Material, um Kunststoffeimer, Blumentöpfe oder erneut Verpackungen daraus herzustellen und sie als neue Produkte verwenden zu können.

Ramona Hollefeld erklärt auch, was nicht in die Gelbe Tonne gehört: Elektroschrott, Netze, Seile, Gewebeplanen, Hausrat, Dekomaterial, Batterien aller Art, Altkleider, Kinderspielzeug, Agrarfolie, Lebensmittelreste, gefüllte Staubsaugerbeutel, Windeln, Bauabfall wie Kunststoffrohre, Bodenbeläge, Kabelbahnen, Isoliermaterialien und Dämmstoffe. Außerdem gehören medizinische Abfälle wie Infusionsschläuche, Gewerbeabfall, wie Kfz-Teile, Etikettenrollen sowie alle Abfälle und Materialien dazu, die nicht als Verkaufsverpackung eingesetzt und genutzt wurden.

Für die Bereitstellung und Entsorgung der Gelben Tonne sind, wie bisher bei den Gelben Säcken auch, sind die Systembetreiber zuständig. Und zwar unabhängig von der kommunalen Entsorgung von Rest-, Bio-, Papier- und Sperrmüll. Der Auftraggeber ist hier also nicht die Stadt Horstmar, sondern die Betreiber des Rücknahmesystems für Verpackungen. Finanziert wird die Entsorgung der Verpackungen über die Systembetreiber, die für den Handel die Rücknahme und Verwertung des Abfalls organisieren.

Letztendlich bezahlt der Verbraucher schon beim Kauf jedes verpackten Produktes die Entsorgungskosten der Verpackungen. Daher sind die Einführung und Entsorgung nun für die Bürgerinnen und Bürger „kostenfrei“.

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