Ausschussmitglieder diskutieren über Brunnen in Leer
Die Bronzefiguren sollen bleiben

Horstmar-Leer -

Ein Busfahrer hat den Dorfbrunnen mitten in Leer im November vergangenen Jahres beschädigt. Seitdem ruht die Unfallstelle. Doch das soll nicht mehr lange so bleiben. Der Schaden soll im Rahmen der Neugestaltung der Ortsdurchfahrt beseitigt werden. Klar ist, dass die

Bronzefiguren erhalten bleiben sollen. Beim Material und Grundriss des Brunnens sind noch Fragen offen.

Sonntag, 02.05.2021, 17:39 Uhr aktualisiert: 02.05.2021, 17:42 Uhr
Einig waren sich die Ausschussmitglieder darüber, dass die Bronzefiguren, die Gertrud Büscher-Eilert erschaffen hat, am Brunnen, der durch einen Bus beschädigt worden ist, erhalten bleiben sollen.
Einig waren sich die Ausschussmitglieder darüber, dass die Bronzefiguren, die Gertrud Büscher-Eilert erschaffen hat, am Brunnen, der durch einen Bus beschädigt worden ist, erhalten bleiben sollen. Foto: fn

Im November des vergangenen Jahres wurde der Dorfbrunnen, der mitten in Leer steht, durch einen Busfahrer beschädigt. Seit dieser Zeit ruhte die Unfallstelle. So mussten versicherungsrechtliche Frage geklärt werden. Nunmehr liegt das Ausmaß des Schadens vor. Die Höhe der Reparaturkosten wird mit 10 745 Euro beziffert.

Der Ausschuss für Bauen, Stadtentwicklung, Klima und Mobilität befasste sich in seiner Sitzung am Donnerstagabend mit der Materie. Die Politiker waren sich einig, den Schaden im Rahmen der Neugestaltung der Ortsdurchfahrt zu beseitigen. Zu entscheiden war die Frage, ob der Brunnen wie gehabt aufgebaut, anders gestaltet oder verlegt werden soll.

Das Thema wird auch in der Bürgerschaft rege diskutiert. Gerade die älteren Einwohner wissen noch, dass es beim Bau dieses Brunnens 1994 eine rege Debatte vor Ort gab. Die Stadt und die Sparkasse wollten sich damals die Kosten teilen. Alles schien zunächst plangemäß zu laufen, bis das Werk in Betrieb genommen werden sollte. Bei der Abnahme gab es technische Mängel. Zudem gefiel das Werk plötzlich einigen wortgewaltigen Zeitgenossen nicht mehr. Folge: Der Brunnen, der nur ein trauriges Rinnsal war, musste wieder weg.

Nach erneuten Überlegungen kam es zur heutigen Ausführung. Bauunternehmer Josef Hinkers wurde mit der Durchführung beauftragt. Die neue Anlage war konzeptionell besser, die Stadt übernahm die Mehrkosten.

Die Meinungen gingen damals weit auseinander, von Zustimmung bis zu totaler Ablehnung. So hätte ein Leerer Bürger lieber einen Brunnen mit Mühlensteinen gesehen. Ein anderer meinte gar, es sei „rausgeschmissenes Geld“.

Der damalige Stadtdirektor Hans Kröger deutete an, in der Nähe der Kirche einen zweiten Brunnen und dann mit Mühlsteinen anzulegen. Dazu ist es nicht gekommen. Im Laufe der Jahre wurde das Werk durch die von der Bildhauerin Gertrud Büscher-Eilert gefertigten Bronzefiguren, zwei Mädchen und ein Junge mit Hund, aufgehübscht. Diese sollen auf jeden Fall erhalten bleiben, waren sich alle Ausschussmitglieder einig.

Bei der Frage, ob wieder Ziegelsteine verbaut werden oder anderes Material zum Einsatz kommt und der Grundriss bleibt oder geändert wird, werden jetzt fachkundige Handwerker mit ins Boot genommen. Einen teuren Ideenwettbewerb mit Künstlern, wie es aus Ausschusskreisen vorgeschlagen wurde, wird es aber nicht geben.

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