Freileitungskontrolle mit dem Hubschrauber
Schadenssuche aus der Luft

Westerkappeln/Tecklenburger Land -

Wenn in den kommenden Tagen ein Hubschrauber gefährlich nahe an die Stromleitung fliegt, keine Panik: Denn auch dieses Jahr prüft der Dortmunder Übertragungsnetzbetreiber Amprion GmbH seine Höchstspannungsfreileitungen aus der Luft.

Samstag, 12.07.2014, 11:07 Uhr

Wenn in den kommenden Tagen ein Hubschrauber gefährlich nahe an die Stromleitung fliegt, keine Panik: Denn auch dieses Jahr prüft der Dortmunder Übertragungsnetzbetreiber Amprion GmbH seine Höchstspannungsfreileitungen (220.000/380.000 Volt) aus der Luft.

Am Montag, 14. Juli, beginnen die Flüge, die laut Mitteilung voraussichtlich bis Mitte August dauern. Kontrolliert werden insgesamt rund 4500 Strommasten und etwa 1250 Kilometer Freileitungen in einem Gebiet zwischen Meppen im Norden, Wuppertal im Süden, Bochum im Westen und Ostwestfalen im Osten. In der kommenden Woche beginnt Amprion mit der Kontrolle der Leitungen in Westerkappeln, Ibbenbüren, Osnabrück, Bramsche sowie weiteren Städten und Gemeinden im Versorgungsgebiet.

Neben dem Piloten der Firma Rotorflug fliegen zwei Amprion-Mitarbeiter mit, die die eigentliche Kontrolle machen. Für Piloten sei die Leitungsbefliegung immer wieder eine Herausforderung, da sie zum Teil in niedriger Flughöhe sehr nahe an die Masten und Leitungen heranfliegen müssen, schreibt Amprion zu dem Einsatz.

Gesucht wird nach Seilschäden, defekten Isolatoren oder Mängeln am Mastgestänge.

Gesucht wird nach Seilschäden, defekten Isolatoren oder Mängeln am Mastgestänge. Foto: Frank Klausmeyer

Bei einer Fluggeschwindigkeit von 20 bis 25 Kilometern pro Stunde kontrollieren die Amprion-Mitarbeiter die Freileitungen. Aus der Luft seien viele Schäden leichter erkennbar als vom Boden. Die Experten suchen nach Seilschäden, defekten Isolatoren oder Schäden am Mastgestänge. Sie achten auf Bäume, die zu nahe an Lei-tungen heranwachsen, auf Reifenstapel in Mastnähe oder Plastikplanen in den Leitungen.

Die Mängel werden von den Mitarbeitern erfasst. Nach der Rückkehr werden diese ausgewertet und später durch Monteure behoben, teilt Amprion weiter mit Gravierende Mängel wie ein defekter Isolator würden sofort gemeldet und umgehend repariert.

Schon seit etwa 30 Jahren werden Freileitungen vom Hubschrauber aus kontrolliert. Es ist nacjh Angaben des Netzbetreibers eine sinnvolle Ergänzung zur Revision durch Ablaufen der Lei-tungen und Absteigen der Maste.

Ein großer Vorteil der Leitungsbefliegung sei, dass Amprion innerhalb weniger Wochen einen Überblick über das vollständige Höchstspannungsnetz erhalte.

Die Höchstspannungsfreileitungen werden aber auch regelmäßig durch Amprion-Mitarbeiter abgelaufen und kontrolliert. Hierbei werden Schäden am Mastfuß erfasst. Dazu zählen etwa verbogene Maststreben oder defekte Fundamente.

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