Stimmungsvolle Entlassfeier am Goethe-Gymnasium
Den „Abilymp“ erklommen

Westerkappeln -

„Abilymp - Kniet nieder vor den Goethern!“, so lautete dieses Jahr das beziehungsreiche Motto der Abiturienten des Goethe-Gymnasiums. Ein Wahlspruch, der zu vielseitigen Interpretationen Anlass gab.

Mittwoch, 24.06.2015, 16:06 Uhr

Alle 108 Abiturienten können sich nun nach dem Erklimmen des Olymps selbstbewusst auf den Weg zu den höchsten Bergen der Welt aufmachen.
Alle 108 Abiturienten können sich nun nach dem Erklimmen des Olymps selbstbewusst auf den Weg zu den höchsten Bergen der Welt aufmachen. Foto: Heinrich Weßling

So begrüßten die Jahrgangsstufensprecher Ines Steinriede und Jannik Overmeyer zur Feier anlässlich des Erreichens der „Abilymps“.

Zweifellos sei in den vorangegangenen Schuljahren viel gelernt worden, meinte Steinriede. Das kritische Denken habe sie aber immer wieder zu der Erkenntnis gebracht: „Das brauchen wir nie wieder!“ Auf Wandertagen und Orientierungsfahrten wurden soziale Kompetenzen erworben und bleibende Freundschaften geschlossen.

Eltern und Lehrern dankte Overmeyer für ihre intensive Begleitung auf dem Weg zum „Abilymp“. Ausdrücklich nannte er auch weitere Gefährten (“des Odysseus“), wie Hausmeister und Sekretariat, die für einen guten Verlauf ihrer Reise gesorgt hatten. Allen voran Brigitte Hagedorn , die der Schulpflegschaftsvorsitzende Stephan Schmitz später die „mütterliche Außenstelle“ nannte.

Schmitz vertiefte den Dank an die Lehrer, die nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Begeisterung geweckt hätten. Darüber hinaus habe man manchmal sogar lernen können, im Schlaf interessiert auszusehen. So gewappnet können sich nun alle 108 Abiturienten nach dem Erklimmen des Olymps , dem höchsten Berg Griechenlands, selbstbewusst auf den Weg zu den höchsten Bergen der Welt aufmachen.

Die Sprachkenntnisse dafür seien ja an der Europaschule ja erworben worden, wie bereits am Morgen beim mehrsprachigen Vaterunser im ökumenischen Gottesdienst deutlich wurde. Nun sei nur noch der Ausspruch des griechischen Philosophen Sokrates ‚Ich weiß, dass ich nichts weiß‘ zu beherzigen, oder zumindest so zu tun, als ob man das wisse.

Ausgezeichnet

Das beste Abitur mit der Note 1,0 hatte Maria Herbig. Die Abiturnote 1,1 wurde dreimal vergeben. Sie ging an: Lukas Bohn, Sophia Stalljohann und Luc Jonathan Vosseberg. Hervorgehoben wurde der Sportler des Jahres Bo Brandt und die Weltmeisterin(DLRG) Pia Görges. Wegen hervorragender Leistungen wurden Yassin Kaddar, Lennart Meßmann, Timo Rohlmann und Leonhard Wagner in die Deutsche Physikalische Gesellschaft aufgenommen.Einen Buchpreis für besondere mathematische Leistungen vergab die deutsche Mathematiker-Vereinigung an Laura Dress und Timo Rohlmann.

...

Zum Abschluss nahm Oberstudiendirektor Andreas Tangen das gute Durchschnittsergebnis der Abiturnoten von 2,45 zum Anlass, die Vergleichbarkeit von Leistungen zu beleuchten. Auch freute er sich über den Facettenreichtum der diesjährigen Abiturientia und verlieh zahlreiche Sonderpreise.

Zuvor hatte Orchesterleiter Heiner Vornhusen schon sieben Abiturienten des Schulorchesters geehrt. Dabei gingen nicht nur die Solobeiträge von Pia Görges und Lennart Meßmann, sondern die gesamte Gestaltung des Orchesters weit über den üblichen Rahmen hinaus.

Tangens Anerkennungen beschränkten sich nicht nur auf die Besten, sie galt allen, die mit „voller Konzentration und großer Anstrengung ihr Bestes gegeben haben.“

Dennoch sparte er kritische Töne nicht aus. So habe der auch als letzter Schultag bekannte „Tag X“ des sonst so glatt durchgelaufenen Jahrgangs nur dank der Ernsthaftigkeit, mit der von der SV nach Lösungswegen gesucht wurde, keinen schalen Nachgeschmack hinterlassen.

Er dankte für die Solidarität der Schüler, mahnte aber auch deren Eigenverantwortung an, und er hoffe, dass die Abiturienten ihre Bereitschaft zu sozialem Engagement beibehalten. Im Hinblick auf ihr Motto wünschte er allen, dass sie einen Platz fänden, der sie zufrieden stelle, sie vielleicht sogar dann glücklich mache, wenn es kein „Götterplatz“ sei.

Nach der Vergabe der Zeugnisse durch die Leistungskursleiter und die Oberstufenkoordinatoren blieb beim anschließenden Sektempfang genügend Raum für persönliche Glückwünsche. Und beim Abiball am Abend wurde tüchtig weiter gefeiert.

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