Stadtwerke Tecklenburger Land übernehmen Strom- und Gasnetz
„Ein Gewinn für die ganze Region“

Westerkappeln -

Jetzt ist es amtlich: Die Stadtwerke Tecklenburger Land (SWTL) übernehmen den Betrieb des Strom- und Gasnetzes in Westerkappeln, Lotte, Mettingen, Ibbenbüren, Hörstel, Hopsten und Recke. „Das ist ein Gewinn für die ganze Region“, meint Martin Burlage, Geschäftsführer der Netzgesellschaft.

Freitag, 02.10.2015, 14:10 Uhr

Jetzt ist es amtlich: Die Stadtwerke Tecklenburger Land (SWTL) übernehmen den Betrieb des Strom- und Gasnetzes in Westerkappeln , Lotte, Mettingen, Ibbenbüren, Hörstel, Hopsten und Recke. Erwartungsgemäß hat auch der Westerkappelner Gemeinderat in dieser Woche beschlossen, die Konzessionen an die SWTL zu vergeben.

Weil es sich um Vertragsangelegenheiten handelte, fiel die Entscheidung in nicht-öffentlicher Sitzung. Am Mittwoch folgte der Mettinger Rat und am Donnerstag – als letzte Kommune im Bunde – Lotte.

„Mit der Entscheidung für die Stadtwerke Tecklenburger Land als Netzbetreiber haben die sieben beteiligten Kommunen einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Wertschöpfung in ihrer Region geleistet“, kommentiert Martin Burlage , Geschäftsführer der SWTE Netz GmbH & Co.KG, das Votum von Seiten der Politik.

Mit Blick auf die 15-tägige Frist bis zur Rechtskräftigkeit der Entscheidung, möchte Martin Burlage die Details zur Ausgestaltung des Netzbetriebs durch die SWTL ab 1. Januar 2016 noch nicht genauer skizzieren. „Insgesamt aber ist die Entscheidung der beteiligten Kommunen ein Gewinn für die ganze Region“, meint der Geschäftsführer der Netzgesellschaft. Die Gründung der Stadtwerke Tecklenburger Land sei richtig und wichtig gewesen. Das Votum der Politik in Sachen Konzessionsvergabe führe noch einmal vor Augen, dass die Region hinter „ihren“ Stadtwerken stehe, so Burlage.

Dem Vernehmen nach gab es in Westerkappeln zuletzt nur noch die Stadtwerke als Bieter. Ein Wettbewerber soll sein Angebot kurz vor Schluss zurückgezogen haben.

Die Konzessionen werden mit Wirkung zum 1. Januar 2016 erteilt. Zu dem Datum wollen die Stadtwerke Tecklenburger Land auch die Strom- und Gasnetze vom jetzigen Betreiber RWE übernehmen. Dafür muss auch die Gemeinde Westerkappeln noch viel Geld lockermachen. Sie hält 8,7 Prozent der kommunalen Anteile an den Stadtwerken. Zuletzt war angesichts dieser Beteiligung von 4,3 Millionen Euro die Rede, die Westerkappeln aufzubringen hat. Das Ganze soll über Kredite finanziert werden. Im Gegenzug hofft die Gemeinde, bald Gewinne aus der Beteiligung einstreichen zu können. Überdies rechnet sie mit ihrem Anteil an den Gewerbesteuerzahlungen.

Für die Vergabe der Konzessionen bekommt die Kommune sofort Geld. Die Verwaltung geht von durchschnittlich 330 000 Euro für Strom und etwa 30 000 Euro fürs Gas aus, die jährlich in den Haushalt fließen. Die Summen entsprechen dem, was bislang RWE an die Gemeinde zahlen musste, wie Thomas Rieger, Leiter der Finanzabteilung, auf Nachfrage erläutert.

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