Interessengemeinschaft gegen Gasbohren im Tecklenburger Land
Erneuerbare Energien sollen Fracking ersetzen

Tecklenburger Land -

Die Interessengemeinschaft gegen Gasbohren im Tecklenburger Land (IGTL) begrüßt die kürzlich bekannt gewordene Verkleinerung der Gasbohrungs-Erlaubnisfelder „Nordrhein-Westfalen Nord“. Sie setzt sich laut Pressemitteilung weiterhin ein für verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien im Tecklenburger Land, etwa nach dem Vorbild der Nachbargemeinde Saerbeck.

Dienstag, 29.11.2016, 15:11 Uhr

 
  Foto: Martin Schutt

Um entsprechende Informationen an die Bevölkerung weiterzugeben, lädt die IGTL alle Interessenten von Bürgerenergieprojekten ein zu einer Informationsveranstaltung am Dienstag, 6. Dezember, um 19 Uhr im Awo-Gebäude, Ibbenbüren , Klosterstraße 17. Alle Interessierten sind zu der Veranstaltung eingeladen.

Nach der Begrüßung durch die IGTL wird Johannes Dierker über Energiewendelösungen in der Gemeinde Saerbeck referieren. Anschließend spricht Dr. Tanja Lippmann von der Ibbenbürener Firma Schrameyer über „Erneuerbare Energien und Batteriespeicher für Privat- und Geschäftshäuser“. Danach informieren Martin Torka aus Recke und Sebastian Ludwig von der Firma Ludwig-Energiesysteme aus Bramsche über „Batteriespeicher zur Strommarkt-Teilnahme“.

Im Anschluss an die drei Vorträge sollen technische und organisatorische Fragen rund um „100 Prozent erneuerbaren Energieeinsatz im kleinen und im Größeren“ mit den Zuhörern vertieft werden. Dabei soll es laut Mitteilung auch um die Frage gehen, ob eine Bürgerenergiegesellschaft nach Saerbecker Vorbild den regionalen Ausbau der erneuerbaren Energien beschleunigen kann.

Aus der Sicht der IGTL ist es wichtig, die Zeit des von der Landesregierung und zuletzt auch von der Bundesregierung gesetzten Fracking-Moratoriums zu nutzen, um vor allem Solar- und Windenergie in der gesamten Region so zügig auszubauen, dass umweltgefährdende fossile Techniken wie auch Fracking und Gasbohren überflüssig werden.

Es machen sich nach Meinung der IGTL diejenigen Politiker und Genehmigungsbehörden unglaubwürdig, die einerseits die Pariser Klimaziele für richtig halten. Andererseits aber den Einstieg in neue fossile Techniken wie das Fracking und Verlängerungen für Gasbohrungen nicht unterbinden.

Nachdem die Bezirksregierung Arnsberg jetzt neben der Verkleinerung des genehmigten GasbohrungsAufsuchungsgebietes ebenfalls mitgeteilt habe, dass für das verbleibende Erlaubnisfeld in Kürze vom Exxon-Konzern ein Verlängerungsantrag erwartet werde, fordert die IGTL von der Bezirksregierung, einer Verlängerung nicht stattzugeben. Auch für die Erlaubnisfelder Ibbenbüren und Minden sollte es nach Ansicht der IG gegen Gasbohren keine neuen Genehmigungen mehr geben.

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