Baumaßnahme des Landesbetriebes Straßen NRW
„Blitzerkreuzung“ bekommt Ampel

Ibbenbüren -

Die „Blitzerkreuzung“ am Fisbecker Forst bekommt eine Ampel. Im kommenden Jahr will der Landesbetrieb Straßen NRW den vielbefahrenen Knotenpunkt umbauen.

Freitag, 07.04.2017, 17:04 Uhr

Die „Blitzerkreuzung“ am Fisbecker Forst wird zurückgebaut und bekommt eine Ampelanlage. Die Starenkästen werden dann vermutlich verschwinden. Die Maßnahme ist für 2018 geplant.
Die „Blitzerkreuzung“ am Fisbecker Forst wird zurückgebaut und bekommt eine Ampelanlage. Die Starenkästen werden dann vermutlich verschwinden. Die Maßnahme ist für 2018 geplant. Foto: Frank Klausmeyer

Wenn man eine stark befahrene Straße queren will (oder muss), dann ist eine Ampel von nicht zu unterschätzendem Wert. Und auf die Osnabrücker Straße kommt eine. Nicht jetzt, sondern erst nächstes Jahr. Aber sie kommt. Das verkündete Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer am Mittwoch einigen Anwohnern des Fisbecker Forstes.

Der Fisbecker Forst. Ein schönes Stück Ibbenbüren, nicht weit von den Grenzen zu Mettingen und Westerkapepln. Mehr als 1400 Einwohner. Natürlich auch viele Kinder, die irgendwann zur Schule müssen und irgendwann auch auf eine weiterführende in der Stadt. Mit dem Bus.

Das Dumme: Wer den Bus in Richtung Innenstadt nehmen will, der muss die Osnabrücker Straße queren. Zum Beispiel auf der Höhe des Autohauses Siemon. Und da ist nicht nur viel Verkehr, sondern er ist auch schnell unterwegs. Tempo 100.

Nicht gut für Kinder. Und deshalb war jetzt der Bürgermeister vor Ort. Nicht, um sich das Problem anzusehen, denn das kennt Dr. Marc Schrameyer schon länger. Nein, er wollte ihnen gute Nachrichten verkünden. Auf der Höhe des Autohauses kommt eine Fußgängerampel. Und auch die berüchtigte „ Blitzerkreuzung “ einige hundert Meter weiter bekommt eine Ampelanlage. Für den Bürgermeister sogar doppelt gut: Nicht nur, dass die Ampeln kommen, er - also die Stadt - muss sie nicht bezahlen. „Die Stadt ist aus den Kosten raus“, so Schrameyer. Die trage komplett der Landesbetrieb Straßen NRW .

Und so war die Stimmung beim Bürgermeister entsprechend gut. Seit 2015 sei dafür gekämpft worden, die Überquerung der Osnabrücker Straße sicherer zu machen. Ein Ortstermin habe den Landesbetrieb Straßen NRW auch schnell von der Notwendigkeit überzeugt. Geplant war zunächst eine Querungshilfe, jetzt ist es sogar eine Fußgängerampel geworden.

Oder besser gesagt, es wird eine, denn die Baumaßnahme ist für das kommende Jahr vorgesehen. Dann wird auch die „Blitzerkreuzung“ Osnabrücker Straße/Mettinger Straße/Ibbenbürener Straße umgebaut und die Mettinger Straße bekommt ihren Radweg. „Für den haben wir jetzt auch fast alle Unterschriften vorliegen“, so Schrameyer. Nur mit zwei Anliegern müsse man noch mal ins Gespräch. „Das wird kurzfristig erfolgen.“

Die Baumaßnahme an der Kreuzung, die ebenfalls von Straßen NRW umgesetzt wird, ist nicht ohne, wie Manfred Dorn vom Bauamt der Stadt Ibbenbüren weiß. „Diese riesige Kreuzung wird zurückgebaut“, so Dorn. „Es wird kompakter und schmaler. Die Bushaltestellen wurden auf beiden Seiten mit Fuß- und Radwegen angeschlossen.“

Und es gibt auch dort künftig eine Ampel. Für den Verkehr auf der Osnabrücker Straße wird das eine weitere Temporeduzierung bedeuten, denn etwas vor und nach der neuen Ampel wird dann Tempo 70 gelten. Zurzeit sind dort – vor dem Autohaus – noch 100 km/h erlaubt.

Und die Busse der RVM dürfte die neue Ampel kaum vor Probleme bei der Einhaltung des Fahrplans stellen. Für sie soll bei der Ampelschaltung ein Vorrecht gelten – mittlerweile Standard.

Und es sind ja nicht nur die Schüler, die den Bus nutzen (und die Straße queren). „An der Haltestelle Siemon haben wir etwa 30 Fahrgäste und an der Haltestelle Kreuzung Laggenbeck etwa 60“, sagt Michael Klüppels, Leiter Verkehrsmanagement der RVM – und das jeden Tag.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4755528?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F172%2F4849404%2F4906734%2F
Nachrichten-Ticker