Thema Energie
Neues Jahr mit neuen Regeln

Tecklenburger Land -

Haussanierung, Förderprogramme, Strompreise: Unter Energieaspekten steht in diesem Jahr viel Neues an. darauf weist die auch für Westerkappeln zuständige Verbraucherberatung in Rheine hin. Folgende Neuerungen gibt es:

Montag, 29.01.2018, 06:01 Uhr

 
  Foto: imago/Kai Remmers

Hausbau und Sanierung : Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle bezuschusst in seinem Programm „Heizen mit erneuerbaren Energien“ Solaranlagen, Wärmepumpenheizungen sowie Biomasseheizungen. Um die Förderung zu erhalten, müssen Verbraucher ab 2018 aber den Förderantrag stellen, bevor sie mit der Umsetzung der zu fördernden Maßnahme beginnen.

Tilgungszuschuss: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) verringert ab dem 1. Januar den Tilgungszuschuss in ihrem Programm „Erneuerbare Energien-Speicher“ zur Förderung von Batteriespeichern für Fotovoltaikanlagen von 13 auf 10 Prozent der errechneten Speicherkosten.

Altersgerechtes Umbauen: Viel deutet darauf hin, dass die KfW 2018 Maßnahmen unterstützt, die die Barrierefreiheit von Wohnungen verbessern und dem Schutz vor Einbruch dienen.

HBCD-haltige Dämmstoffe: Diese Dämmstoffe gelten ab 2018 in der Regel nicht mehr als gefährlicher Abfall. Verbraucher müssen sie jedoch separat sammeln, sodass sie vom Entsorger erfasst und gewogen werden können.

Absicherung von Bauherren: Mit der Reform des Bauvertragsrechts und der Änderung der kaufrechtlichen Mängelhaftung erhalten Bauherren ab 2018 eine Baubeschreibung. Sie beinhaltet detaillierte Angaben zum Energie- und Schallschutzstandard. Bauherren profitieren in mehrfacher Weise davon: Sie ermöglicht noch vor Abschluss des Vertrages, Angebote besser miteinander zu vergleichen. Sie belegt, dass die Förderbedingungen eingehalten wurden. Sie eignet sich als Grundlage, um einen Kredit zu beantragen. Sie dient als Nachweis, dass Vorschriften eingehalten wurden. Darüber hinaus verpflichtet das Bauvertragsrecht ab 1. Januar die am Bau beteiligten Parteien dazu, die Bauzeit im Bauvertrag verbindlich festzuhalten. Bauherren können den Bauvertrag innerhalb von 14 Tagen ab Vertragsschluss widerrufen.

Intelligente Messsysteme für Fotovoltaik, Kraft-Wärme-Kopplung und anderes: Ab 2018 können neue, kleine Energieerzeugungsanlagen mit einem sogenannten „Smart Meter“ ausgestattet werden. Hierbei handelt es sich um einen digitalen Stromzähler, der den Stromverbrauch beziehungsweise die Stromerzeugung ermittelt. Er speichert die Daten und sendet sie an Stromversorger und Netzbetreiber. Das intelligente Messsystem darf die Kosten pro Messpunkt 60 Euro pro Jahr nicht übersteigen. Ab 2020 sollen auch Stromverbraucher mit unter 6000 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr mit einem Smart Meter ausgestattet werden.

Strompreisvergleich: Obwohl die EEG-Umlage 2018 leicht fällt, kann es zu Strompreiserhöhungen kommen. Die gleichzeitige Novellierung des Netzentgeltmodernisierungsgesetzes sieht vor, die Übertragungsnetzentgelte zu vereinheitlichen. Verbraucher sollten daher ihre Stromverträge prüfen, die Preise vergleichen und gegebenenfalls den Anbieter wechseln.

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