Regierungspräsidentin besucht „PhänomexX Ibbenbüren“
Viele Ideen – wenig Geld

Ibbenbüren -

Eine knappe Stunde nahm sich Regierungspräsidentin Dorothee Feller am Dienstag Zeit für das Ibbenbürener „PhänomexX“-Labor in den Räumen der Alten Mauritiusschule. Nach einer Besichtigung der Räume sprach sie mit den Aktiven über Perspektiven und Sorgen des außerschulischen Experimentierlabors.

Donnerstag, 22.11.2018, 00:00 Uhr aktualisiert: 22.11.2018, 15:52 Uhr
Da kommt man ins Grübeln: Regierungspräsidentin Dorothee Feller ließ sich am Montag das PhänomexX-Labor in den Räumen der Alten Mauritiusschule zeigen.
Da kommt man ins Grübeln: Regierungspräsidentin Dorothee Feller ließ sich am Montag das PhänomexX-Labor in den Räumen der Alten Mauritiusschule zeigen. Foto: Holger Luck

„Ich bin begeistert, wie sich der ‚PhänomexX‘-Standort Ibbenbüren in nur vier Jahren entwickelt hat.“ Dem Urteil Dorothee Fellers schlossen sich alle, die die Regierungspräsidentin auf ihrer Visite begleiteten, gerne an. Im Tross waren unter anderem Bernd Kemper vom Verband Münsterländischer Metallindustrieller (VMM), einem wichtigen Unterstützer des Vereins, „PhänomexX“-Vorsitzender Reinhardt Böhm, Ruth Spölgen, Leiterin der Anne-Frank-Realschule, sowie Vertreter der Nachbarstandorte.

Der „PhänomexX e.V.“ betreibt an fünf Standorten im Münsterland und drei weiteren im Ruhrgebiet Schülerlabore. Schulextern lernen Schülerinnen und Schüler der Klassen 4 bis 6 dort mit ihren Lehrern naturwissenschaftliche Phänomene praxisnah und anschaulich kennen. Übergeordnetes Ziel des betriebsnahen Projekts ist die Verbesserung der Ausbildungsfähigkeit in MINT-Berufen.

Frank Holle und Katja Zander vom Ibbenbürener Phänomex-Team führten die Regierungspräsidentin in einem Rundgang durch das aktuelle Stationenlernen „Schätzen und Messen“. Mitstreiter Berthold Hufnagel betonte, dass der Standort Ibbenbüren im Rahmen des PhänomexX-Konzeptes immer wieder Weiterentwicklungen probt. Die Bereiche Informatik, Neue Medien und Digitalisierung hätten sich zu einem Schwerpunkt entwickelt, so Hufnagel. Das in Ibbenbüren entstandene Stationenlernen „Informatik Grundlagen“ wird derzeit an weiterführende Schulen in der Region verliehen. Ein entsprechendes Projekt für Grundschulen ist für das kommende Schuljahr in Kooperation mit dem Standort Ahlen geplant.

Ideen hat „PhänomexX“ Ibbenbüren jede Menge, Geld sie umzusetzen viel zu wenig. Im Anschluss an den Rundgang wurde deshalb ausgiebig über Zukunftsperspektiven und vor allem Finanzierungsmöglichkeiten gesprochen. Neues Mobiliar und eine kleine Küche wünscht sich das Ibbenbürener Team. Und natürlich die Möglichkeit, ein Grundangebot an Lernstationen vorzuhalten. Mit Martin Reichel konnte immerhin ein Techniker als Minijober eingestellt werden, der die Versuchsaufbauten pflegt.

Dorothee Feller – sie ist Schirmherrin des Vereins - hatte bereits eine konkrete Idee, wie der Ibbenbürener Standort künftig auf stabile finanzielle Füße gestellt werden könnte. Eine Idee, mit der sie allerdings noch nicht an die Öffentlichkeit gehen wollte. Sie versprach den Ibbenbürener Aktiven jedenfalls, in dieser Sache tätig zu werden. Des Weiteren regte die Verwaltungschefin an, alle in der MINT-Förderung tätigen Initiativen besser zu verzahnen. Es wäre für alle Projekte, vom Haus der Kleinen Forscher, über PhänomexX bis hin zum Talent-Scouting-Programm der Westfälischen Hochschule, nur von Vorteil, die Kräfte und das Know-how in einer zusammenhängenden Kette zu bündeln, meinte Feller.

„Ich bin begeistert, wie sich der PhänomexX-Standort hier in nur vier Jahren entwickelt hat.“

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