Stadtwerke Tecklenburger Land benennen ersten hauptamtlichen Geschäftsführer
Tobias Koch an SWTL-Spitze

Tecklenburger Land -

Auf ihrem Weg in die Eigenständigkeit haben die Stadtwerke Tecklenburger Land (SWTE) nach eigenen Angaben einen weiteren Meilenstein erreicht. Die Gesellschafterversammlung hat mit Tobias Koch einen ersten hauptamtlichen Geschäftsführer bestellt.

Dienstag, 04.12.2018, 10:48 Uhr
Tobias Koch ist der erste hauptamtlicher Geschäftsführer der SWTE.
Tobias Koch ist der erste hauptamtlicher Geschäftsführer der SWTE. Foto: SWTE

Zum 1. Januar 2019 übernimmt der Wirtschaftsjurist die Verantwortung in der Netzgesellschaft der Stadtwerke Tecklenburger Land, der SWTE Netz GmbH & Co. KG.

Die Stadtwerke Tecklenburger Land wurden 2014 gegründet. Dahinter stehen die sieben Kommunen Westerkappeln, Lotte, Ibbenbüren, Mettingen, Recke, Hörstel und Hopsten. Bisher hat der regionale Energieversorger ausschließlich mit einem Team aus ehrenamtlichen Geschäftsführern gearbeitet. „Jetzt ist es an der Zeit, den Weg in die Selbstständigkeit der Stadtwerke Tecklenburger Land sukzessive mit eigenem Personal zu bestreiten“, sagt Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Marc Schrameyer. „Ich bin überzeugt, dass wir mit Tobias Koch eine kompetente Führungspersönlichkeit verpflichtet haben.“

Der 40-jährige gebürtige Essener ist für die Stadtwerke kein Unbekannter. Als Leiter Netzwirtschaft der SWO Netz GmbH hat Tobias Koch die Gründung und den Aufbau der Stadtwerke Tecklenburger Land auf Seiten des strategischen Partners Stadtwerke Osnabrück AG von Anfang an begleitet. Zuvor hatte er nach dem Studium im Fachbereich Wirtschaftsrecht der Fachhochschule Gelsenkirchen Erfahrungen in der Unternehmensberatung mit Schwerpunkt Energiewirtschaft gesammelt.

Ins Münsterland kam Koch durch seine Tätigkeit bei den Stadtwerken in Lengerich, in letzter Funktion als Bereichsleiter für die Netz-Sparte. Mit großer Freude sieht er seiner neuen Aufgabe entgegen. „Ich habe großen Spaß daran, diese Stadtwerke mit aufzubauen. Mit einem Einzugsgebiet von rund 130 000 Einwohnern sind die SWTE kein kleines Stadtwerk, sondern besitzen viel Potenzial“, sagt Koch. „Es ist eine einmalige Chance, ein Stadtwerk als Start-up-Unternehmen aufzubauen. Das ist natürlich auch eine große Herausforderung.“

Auf den neuen Geschäftsführer der Stadtwerke-Netzgesellschaft warten gleich zwei große Herausforderungen. Denn zum einen übernehmen die SWTE bis 2020 als eigenständiger Betreiber den Betrieb des hiesigen Gasnetzes, ein Jahr später den des Stromnetzes. Da gilt es nun, den Personalstamm aufzubauen sowie die Regulierungsprozesse zu entwickeln. Koch: „Wir fangen nicht bei Null an. In den vergangenen Jahren haben wir mit den strategischen Partnern diese Themen gut vorbereitet, sodass die SWTE zum Stichtag die Aufgaben übernehmen können.“

Eine zweite große Herausforderung dürfte die sogenannte Marktraumumstellung im Gasbereich werden. So wird das bisher hierzulande eingesetzte L-Gas (Low Caloric Gas) sukzessive gegen H-Gas (High Caloric Gas) ausgetauscht. Dazu müssen im Zeitraum 2019 und 2020 alle Gas abnehmenden Geräte erfasst und umgestellt werden sowie die Qualitätssicherung erfolgen.

Sein Büro wird der künftige Geschäftsführer auf dem jetzigen RAG-Areal südlich der Osnabrücker Straße beziehen. Dr. Marc Schrameyer: „Unsere Stadtwerke Tecklenburger Land sind aus dem Prozess der Kohlekonversion entstanden. Wir haben mit dem Aufbau der Stadtwerke etwas geschafft, was wir uns immer vorgenommen haben: Mit dem Ende des Bergbaus kommen die Stadtwerke Tecklenburger Land. Ein Energieversorger geht – ein neuer kommt.“

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