Zarr-Club in der ehemaligen Aura ist geschlossen
Besitzer setzt auf Vermietung

Ibbenbüren -

Die ehemalige Diskothek Aura wandelt sich erneut: Ein halbes Jahr, nachdem die neuen Betreiber René Wenzel und Eddy Njikoufon an den Start gegangen sind, ist das Konzept, mit mehreren Clubs unterschiedliches Publikum anzulocken, schon wieder Geschichte.

Sonntag, 31.03.2019, 16:00 Uhr
Im Juli 2018 wurde zum letzten Mal in der Main-Disco der Aura gefeiert. Künftig soll sie ebenso wie das Foyer und das ehemalige „Nightsky“ an Veranstalter vermietet werden.
Im Juli 2018 wurde zum letzten Mal in der Main-Disco der Aura gefeiert. Künftig soll sie ebenso wie das Foyer und das ehemalige „Nightsky“ an Veranstalter vermietet werden. Foto: Brigitte Striehn

Der Zarr-Club von Njikoufon, der vor allem ein Angebot für russische Gäste war, ist geschlossen. Der Club habe die Erwartungen nicht erfüllt, sagt Hans-Bernd Pikkemaat , früherer Aura-Betreiber und Eigentümer der Immobilie an der Maybachstraße. Erhalten bleiben die Clubs von René Wenzel , das „Extra“ und das „Feierwerk“. Beide würden gut laufen.

Künftig sollen die übrigen Bereiche, das Foyer, die Main-Disco und das frühere „Nightsky“, für Events vermietet werden. Dabei setzen Pikkemaat und Wenzel auch auf Party-Veranstalter, die mit ihren Angeboten auf Tour gehen.

Einer von ihnen ist Thorsten Bruns aus Wildeshausen. Seine TB Gastro GmbH macht am 20. April, Samstag, ab 22 Uhr, den Aufschlag für das neue Event-Konzept in der ehemaligen Aura. Mit „Dr. Peacock“ holt er zu Ostern einen Hardcore-DJ aus den Niederlanden für ein Live-Event nach Ibbenbüren. „Frenchcore Take Over“ ist die Party überschrieben.

Ein Club oder eine Disco mit regelmäßigen Öffnungszeiten sei heute nur schwer aufrechtzuerhalten, sagt Pikkemaat. Einzelne Veranstaltungen als Highlights zumal mit Live-Acts würden das Partyvolk eher anlocken, könnten zehn Mal im Jahr stattfinden und blieben trotzdem interessant. Mit der TB Gastro zum Beispiel seien weitere Events geplant.

Für die Vermietung hat Pikkemaat nach eigenen Angaben noch mal Geld in die Hand genommen und den Sound in der Main und im Foyer verbessert. „Das ist jetzt sagenhaft“, ist der langjährige Diskothekenbetreiber begeistert.

Die ehemalige Aura biete für Veranstaltungen jeder Größenordnung etwas: Von der Weihnachtsfeier über Schulentlassfeiern bis hin zu großen Firmen-Events sind Räumlichkeiten vorhanden. Allein in der Main-Disco ist Platz für 2000 Besucher. Gastronomisch werden die Veranstalter von Wenzel unterstützt. „Das muss jetzt wachsen, wir können nicht damit rechnen, dass wir den Laden sofort voll haben“, weiß Pikkemaat. Die Suche nach einem neuen Club-Betreiber hat er ad acta gelegt. Er sei optimistisch, dass das Vermietungskonzept funktioniert, „auch wenn wir sicher manches selbst anschieben und riskieren müssen“. Auch einen Verkauf fasst er deshalb zurzeit nicht ins Auge.

Das „Extra“ habe konstante Zahlen, sagt René Wenzel, auch wenn natürlich immer noch Luft nach oben sei. Man habe die Musikauswahl nun breiter gestreut und auch der Club kann für Geburtstagsfeiern und ähnliches gemietet werden. Für Eddy Njikoufon ist es „schade“, dass der Zarr-Club wieder schließen musste. Er hätte es gerne noch weiter versucht, vielleicht im kleineren Rahmen. Aber es habe sich nicht gelohnt. Er habe fest an das Konzept geglaubt, sagt der Münsteraner.

Die Aura hatte im Juli vergangenen Jahres ihre Tore geschlossen. Die Zeit der Großraumdiskotheken sei vorbei, hatte Hans-Bernd Pikkemaat damals erklärt.

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