Ab sofort Parkgebühren mit dem Handy zahlen in Ibbenbüren
Mitte Mai gibt es die ersten Daten

Ibbenbüren -

Sie kleben schon an den Parkscheinautomaten der Stadt. Gemeint sind die Aufkleber, die signalisieren, dass in Ibbenbüren ab sofort das Bezahlen der Parkgebühren mit dem Handy möglich ist – inklusive minutengenauer Abrechnung.

Freitag, 12.04.2019, 18:04 Uhr
Die neue Chefin des Fachdienstes Recht und Ordnung, Brigitte Janz, und ihr Stellvertreter Gerhard Neumann präsentieren die Aufkleber auf den Parkscheinautomaten.
Die neue Chefin des Fachdienstes Recht und Ordnung, Brigitte Janz, und ihr Stellvertreter Gerhard Neumann präsentieren die Aufkleber auf den Parkscheinautomaten. Foto: Henning Meyer-Veer

„Wir haben das Projekt fristgerecht umgesetzt, sagt die neue Chefin des Fachdienstes Recht und Ordnung, Brigitte Janz. Zum 1. April sollte es laufen – und es läuft.

Wie stark nachgefragt das Handyparken aktuell ist, kann man noch nicht sagen. „Die Abrechnung läuft monatlich“, sagt Janz`Stellvertreter Gerhard Neumann . Monatlich mit etwas Verzögerung. Die ersten Daten dürften dann Mitte Mai eintreffen. „Dann kann man sagen, wie es angenommen worden ist. Am Anfang wird es wahrscheinlich noch etwas schleppend sein. Das muss sich erst ein bisschen rumsprechen.“

Ein wesentlicher Punkt sei die Stärkung der Innenstadtattraktivität gewesen, erläutert Stadtsprecher André Hagel . Und dazu gehöre auch der Blick auf das Mobilitätsverhalten der Menschen. Aktuell nutzten zwar erst rund fünf Prozent der Menschen die Möglichkeit des Handyparkens. „Es wird aber tendenziell deutlich mehr werden. Da kann man die Innenstadt attraktiver machen, weil es nutzerfreundlich ist“, so Hagel.

Und das auch deshalb, weil man in Ibbenbüren mit allen Smartparking-Anbietern parken könne. Mit diesem Konzept gehört Ibbenbüren zu 70 Städten im deutschsprachigen Raum, die diesen Service anbieten, so Hagel. „Viele Städte bieten aber nur einen Anbieter an.“ Die Planungen von Beginn bis Vollzug hätten ein rundes halbes Jahr gedauert.

Warum nicht früher? „Digitalisierung ist ein großes Thema bei uns“, sagt André Hagel. „Wir digitalisieren uns, wir digitalisieren aber auch für den Bürger.“ Und da überlege man schon, wie man die Dinge des täglichen Lebens für den Bürger erleichtern könne. „Das hier ist jetzt ein Baustein, aber hart am Kunden.“ Man müsse aber das Ganze Step by Step umsetzen. Alles auf einmal gehe nicht. Was noch folgen soll, ist das digitale Parkleitsystem und das Flatrate-Parken.

In den politischen Gremien wurde bei der Entscheidungsfindung auch die Frage nach der minutengenauen Abrechnung für die „analogen“ Nutzer der Automaten aufgeworfen. Die Kosten für die nötige Umrüstung der Automaten, so schätzt es Neumann, lägen deutlich im fünfstelligen Bereich. „Die Frage ist, wie rentabel es wäre, das zu machen“, so Neumann. „Die Zukunft geht dahin, das jedes neue Auto das automatisch hat. Wir reden jetzt eigentlich von einer Übergangslösung.“

Mit den neuen Impulsen sieht sich die Stadt Ibbenbüren für die Park-Zukunft zunächst einmal gut aufgestellt. Und auch ein weiterer Punkt ist abgearbeitet. An der Höhenstraße hatten sich Anwohner über die von Berufsschülern zugeparkte Straße beschwert (wir berichteten). „Dort ist jetzt einseitiges Halteverbot“, sagt Gerhard Neumann. „Als ich das letzte Mal dort war, standen dort nur noch zwei Autos. Vorher waren es etliche. Wir kontrollieren dort.“

„Wir haben ungefähr 20 000 Verfahren wegen falschen Parkens im Jahr“, sagt Gerhard Neumann. Dabei kämen für die Stadt ungefähr 250 000 Euro im Jahr zusammen. „Der Betrag wird im Haushalt eingeplant, aber defensiv...“

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