Johannes-Kepler-Gymnasium: Projekt „Kepler for future“
Sensibilisieren für den Klimaschutz

Ibbenbüren -

Schon längst ist Politik für Schüler nicht nur ein Unterrichtsfach. Seit „Fridays for future“ sehen sich immer mehr Jugendliche und junge Erwachsene veranlasst, ihre Meinung zu den politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen auf der Welt kundzugeben. Ein Thema steht dabei immer an vorderster Front: der Klimaschutz.

Mittwoch, 05.06.2019, 12:58 Uhr
Stehen für „Kepler for future“ und setzen sich für Klima- und Umweltschutz ein (v.l.): Nico Mittelberg, Tom Janik, Adelina Hirsikorn, Sheima Al-Hamzawi, Maximilian Witt und Nikol Bertram von der Schülervertretung des Johannes-Kepler-Gymnasiums.
Stehen für „Kepler for future“ und setzen sich für Klima- und Umweltschutz ein (v.l.): Nico Mittelberg, Tom Janik, Adelina Hirsikorn, Sheima Al-Hamzawi, Maximilian Witt und Nikol Bertram von der Schülervertretung des Johannes-Kepler-Gymnasiums. Foto: Anika Leimbrink

„Wir sind der Meinung, dass Schulpflicht und Bildung untrennbar zusammengehören“, erklärt die Schülervertretung (SV) des Johannes-Kepler-Gymnasiums in der Schulzeitung „Kepler KOSMOS“. Gleichzeitig wollen aber auch sie ihre Mitschüler für Klima- und Umweltschutz aufmerksam machen. Die Lösung präsentiert sich nun unter dem Namen „Kepler for future“. Jeden Freitag in der zweiten großen Pause wird auf einer großen Leinwand in der Pausenhalle eine Folie mit Umweltthemen projiziert.

„Wir möchten ein Gewissen für die Umwelt aufbauen und einen gesunden Weg finden“, sagt Schülersprecher Nico Mittelberg . Die Idee für das Langzeit-Projekt kam durch eine siebte Klasse, die die SV direkt auf das Klimathema angesprochen hat. Überlegungen wurden angestellt, wie sie das Thema Klima- und Umweltschutz ihren Mitschülern verständlich näherbringen und dafür sensibilisieren können – abseits von Demonstrationen im Sinne von „ Fridays for future “. „Man muss sich engagieren, aber das geht auch außerhalb der Schulzeit“, stellt Mittelberg klar.

Insbesondere sind die Schülervertreter bestrebt, zu zeigen, dass jeder etwas tun kann und Klima- und Umweltschutz nicht nur eine Aufgabe für die Politiker sind. „Wir zeigen alltagsnahe Möglichkeiten auf“, beschreibt SV-Mitglied Adelina Hirsikorn das Projekt. Damit sollen die Schüler nicht nur ihr eigenes Handeln hinterfragen, sondern auch sehen, dass es sinnvolle Alternativen gibt. Wie zum Beispiel Bambuszahnbürsten anstatt der Zahnbürste aus Plastik.

Die Inhalte, welche Woche für Woche präsentiert werden, erarbeitet eine eigens für das Projekt gegründete Arbeitsgruppe der Schülervertretung. Sie suchen nach interessanten Inhalten, recherchieren dafür und gestalten die Folie. Eine Bandbreite an Themen steht bei ihnen auf der Liste: Abgase, Mülltrennung, Energieeinsparung, Fleischkonsum, Plastikmüllverringerung oder -vermeidung sowie umweltfreundliche Alternativen für den Alltag und vieles mehr.

Dass sich die Schülervertreter so für das Thema Klima- und Umweltschutz engagieren, kommt nicht von ungefähr. Auch privat interessieren sie sich für die Thematik. Um so wichtiger ist es ihnen, dass ihre Mitschüler ihr eigenes Handeln im Hinblick auf den Klima- und Umweltschutz hinterfragen. In dem Auftaktartikel in der Kepler-Schülerzeitung „Kepler KOSMOS“ rufen sie ihre Mitschüler auch explizit dazu auf, Ideen und Vorschläge an die Schülervertretung heranzutragen. Oder auch gemeinsam im Klassenverband und mit Unterstützung der Lehrer und der Schülervertretung ein Projekt für die Freitagspräsentationen zu erarbeiten.

Die Kepler-Schüler brauchen nicht auf der Straße für Klimaschutz demonstrieren. Sie holen den „Friday for future“-Gedanken in die Schule.

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