Der Arbeitsmarkt im Juni
Ältere haben es schwerer bei der Jobsuche

Tecklenburger Land -

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Juni in und um Ibbenbüren gegenüber Mai leicht gestiegen. Die Arbeitslosenquote beträgt aber weiter unverändert 3,3 Prozent. Im Vergleich zum Juni vergangenen Jahres ist die Erwerbslosigkeit in der Region jedoch deutlich gewachsen. Vor allem ältere Menschen haben es schwerer bei der Jobsuche.

Donnerstag, 29.08.2019, 14:06 Uhr

Zum Stichtag waren bei der Geschäftsstelle Ibbenbüren der Arbeitsagentur 2102 Frauen und Männer als arbeitslos gemeldet; 14 mehr als im Mai und 179 (oder 9,3 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat. Eine Arbeitslosenquote von 3,3 Prozent kann im Kreis Steinfurt sonst nur noch die Agentur in Emsdetten vorweisen. Alle anderen Geschäftsstellen liegen über diesem Wert.

Im Kreisgebiet ist die Zahl der Arbeitslosen unter der 10 000er Marke geblieben. Aus Sicht der Arbeitsagentur und des Jobcenters ist keine negative Trendwende am Arbeitsmarkt zu erkennen.

Lokale Zahlen

Im Vergleich zum Juni vergangenen Jahres ist die Arbeitslosigkeit in fast allen Städten und Gemeinden des Tecklenburger Landes gestiegen. In Tecklenburg gab es weniger Arbeitslose. Die Zahlen im Einzelnen (in Klammern Juni 2018 und prozentuale Veränderung):

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„Saisonale Effekte haben einen wesentlichen Anteil an der Entwicklung“, berichtet Reiner Zwilling, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit im Kreis. Viele betriebliche Ausbildungen endeten in diesen Wochen. Auch wer die Prüfung bestanden habe, werde leider nicht immer übernommen. So meldeten sich die Jugendlichen zunächst arbeitslos.

Für die Region Ibbenbüren lässt sich das in Zahlen so ausdrücken: Derzeit sind 267 unter 25-Jährige arbeitslos gemeldet, 22 (+9,0 Prozent mehr) als im Mai und 48 (+ 21,9 Prozent) mehr als vor einem Jahr.

Schwieriger sei die Situation für ältere Menschen, erklärt Zwilling. Das gelte besonders für jene, die älter als 55 Jahre sind. Momentan sind im Raum Ibbenbüren 419 Personen dieser Gruppe arbeitslos gemeldet. „Sie müssen in der Regel noch zehn Jahre arbeiten, benötigen also eine Chance am Arbeitsmarkt“, meint der Agenturleiter. „Ältere Mitarbeiter bereichern die Unternehmen nicht nur durch ihre Kompetenz, sondern bringen oft eine hohe Motivation mit“, sagt Zwilling und appelliert damit an die hiesigen Unternehmen, diese Personengruppe bei der Suche nach Fachkräften mehr in den Blick zu nehmen.

Die Nachfrage nach Personal ist bei den Verantwortlichen der Arbeitgeber weiterhin hoch. Aktuell sind 841 offene Stellen bei der Arbeitsagentur in Ibbenbüren gemeldet, 26 mehr als im Vormonat und 80 mehr als vor einem Jahr zu diesem Zeitpunkt. Allein im Juni meldeten die Unternehmen und Verwaltungen in der Region 200 neue offene Stellen.

Die meisten der 841, überwiegend sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse entfallen dabei allerdings auf Firmen aus der Zeitarbeitsbranche (235), gefolgt vom Handel und Kfz-Gewerbe (148) sowie dem verarbeitenden Gewerbe (118).

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