Lossprechung 2014
Finale mit Turniersieg erreicht

KREIS STEINFURT/RHEINE -

Sie hatten ordentlich gebüffelt und Muffe vor den Prüfungen. Schlussendlich haben es die rund 300 Gesellen des Winterjahrgangs 2013/14 der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf geschafft. Als Lohn für ihre Mühen bekommen sie jetzt ihren Gesellenbrief. Und BVB-Legende Norbert Dickel gab es als „Zugabe“.

Freitag, 31.01.2014, 13:01 Uhr

Sportlich ging es am Donnerstag auf der Abschlussfeier anlässlich der Gesellenprüfung im Handwerk zu. 291 Prüflinge in 18 Handwerksberufen waren mit ihren Ausbildern, Eltern und Freunden in die Stadthalle Rheine gekommen. Die Bigband des Arnold-Janssen-Gymnasiums aus Neuenkirchen / St. Arnold spielte mit Schmiss Evergreens von Günter Noris oder den Beatles .

Kreishandwerksmeisterin Erika Wahlbrink führte kurzweilig und pointiert durch die Veranstaltung. Sie lobte Talent, Fleiß und Ehrgeiz der Gesellen. „Sie haben nicht nur das Finale erreicht, sondern auch ihren ersten Turniersieg errungen.“ Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels prognostizierte sie den frisch qualifizierten Handwerkern „viele berufliche Optionen“ und mit dem richtigen Quäntchen Glück „einen Landeplatz weit oben auf der Karriereleiter“. Wahlbrink bedankte sich auch bei dem hervorragenden Trainer-Team, bestehend aus den Ausbildungsmeistern, Berufskolleg-Lehrern und den Ausbildungsleitern der überbetrieblichen Werkstätten. „Sponsoren (Eltern), Zeugwarte (Freunde) und Seelenmasseure (Freundinnen) hätten die Gesellen unterstützt.

Fußballer Norbert Dickel , der BVB-Pokalsieg-Held von Berlin (1989), hielt die Festrede. Er erinnerte an seine eigene Lehre zum Werkzeugmacher. Zusätzlich spielte der „kleine Nobby“ viermal in der Woche Fußball. Mit 18 hätte er schon in die 3. Liga kommen können, doch sein Vater bestand darauf, erst die Lehre zu beenden. Dickel blickt zurück: „Wenn ich sonntags kein Tor geschossen habe, hat mein Vater bis Donnerstag nicht mit mir gesprochen.“ Großes Gelächter unter den rund 700 Gästen. Der heutige BVB-Stadionsprecher ermutigte die frisch gebackenen Gesellen: „Fleiß und Ehrgeiz haben sich im Leben immer ausgezahlt. Man darf niemals aufgeben.“ Die Gesellen sollten ihre Zukunft „mit aller Sorgfalt planen. Der stellvertretende Landrat Bernhard Hembrock blieb in seiner Rede an die Gesellen beim Fußballlatein: „Sie müssen nicht nur verteidigen. Schießen Sie die Tore!“ Der stellvertretende Bürgermeister von Rheine, Karl Heinz Brauer, machte Mut: „Bildung ist krisenbeständig“.

Für die Gesellen ergriff Bäcker Lucas Westphal das Wort: „Wir sollten es uns zur Aufgabe machen, unser Leben mit all seinen Problemen zu meistern.“ Und dann lächelte er mit großer Zuversicht: „Das bekommen wir schon gebacken!“

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2191551?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F1808502%2F2583240%2F2590788%2F
Nachrichten-Ticker