Ausstellung gibt Einblick in das Leben 17 junger Menschen
Angekommen – und erfolgreich

Kreis Steinfurt -

„Heimat bedeutet für mich viel – meine Erinnerung, meine Vergangenheit und mein erstes und altes Zuhause“, sagt Ilyass Darssi, 24 Jahre alt. In Marokko wurde sie geboren. Gudrun Kremer hat sie fotografiert. Und nicht nur sie.

Montag, 14.04.2014, 19:04 Uhr

„Heimat ist für mich ein Ort, wo man sich wohlfühlt – und in Deutschland fühle ich mich momentan am wohlsten,“ sagte Donika Haliti. 19 Jahre ist sie alt. Sie kommt aus dem Kosovo. „Heimat bedeutet für mich viel – meine Erinnerung, meine Vergangenheit und mein erstes und altes Zuhause“, sagt Ilyass Darssi , 24 Jahre alt. In Marokko wurde sie geboren.

Die Fotografin Gudrun Kremer hat diese beiden jungen Frauen und 15 weitere junge Erwachsene aus vielen Ländern dieser Erde fotografiert. „Heimat Steinfurt ?“ – so ist die Ausstellung überschrieben, die zurzeit im Kreishaus zu sehen ist und kleine Einblicke in das Leben der 17 gibt.

Der Jugendmigrationsdienst der Evangelischen Jugendhilfe Münsterland hat die Präsentation ermöglicht. Jeweils zwei Schwarz-Weiß-Fotos, die verschiedene Perspektiven zeigen, sind ausgestellt. „Es sind Porträts entstanden, die Fröhlichkeit und Nachdenklichkeit von jungen Menschen zeigen, die in Steinfurt Fuß gefasst haben und ihren Weg gehen“, sagt Gudrun Kremer.

„Sie leisten mit Ihrer Arbeit einen wertvollen Beitrag zur Inklusion von Menschen mit Migrationshintergrund, von Menschen, die eine andere Geschichte haben“, betonte Dr. Peter Lüttmann, Sozialdezernent des Kreises Steinfurt, bei der Eröffnung.

„Die Jugendhilfe Münsterland als Träger des Jugendmigrationsdienstes möchte mit dieser Ausstellung zeigen, dass es viele Jugendliche und junge Erwachsene mit Migrationshintergrund gibt, die mitten in der deutschen Gesellschaft angekommen sind, die beruflich erfolgreich sein wollen, sich Gedanken über ihr Leben machen und sich engagieren“, machte Geschäftsführer Gerd Dworok deutlich.

Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben selbst Texte zu ihren Fotos verfasst. „In dieser Ausstellung wird deutlich, dass viele Jugendliche und junge Erwachsene zwei Länder haben, die sie ihre Heimat nennen, ihr Herkunftsland und Deutschland. Deshalb ist es zu begrüßen, dass es jetzt die doppelte Staatsbürgerschaft gibt. Aber viele sind leider noch davon ausgeschlossen“, betonte Barbara Schonschor vom Jugendmigrationsdienst.

 

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