Neue Ausweise für Schwerbehinderte
Ausweise jetzt im Bankkarten-Format

Kreis Steinfurt -

Der neue Ausweis für Schwerbehinderte wird jetzt im Bankkarten-Format ausgegeben. Der Kreis Steinfurt übergab jetzt ein erstes Exemplar an eine Antragstellerin – versehen mit einem Hinweis: Noch gültige Ausweise müssen nicht umgetauscht werden.

Dienstag, 14.10.2014, 13:10 Uhr

Seit einem Monat wird auch in Nordrhein-Westfalen der neue Schwerbehindertenausweis im Bankkartenformat ausgegeben. Blinde Menschen können ihn jetzt besser von anderen Plastikkarten unterscheiden, weil ein Hinweis in Braille-Schrift aufgedruckt ist. Neu ist auch, dass der Nachweis der Schwerbehinderung erstmals in englischer Sprache zu lesen ist, was zur einfacheren Identifikation im Ausland beitrage. Ein direkter Anspruch auf besondere Leistungen im Ausland sei damit wie bisher allerdings nicht verbunden, heißt es in einer Mitteilung des Kreises.

„Der neue Schwerbehindertenausweis ist deutlich handlicher als der alte und bleibt auch weiterhin gebührenfrei“, betont Sozialdezernent Dr. Peter Lüttmann .  Er übergab Andrea Lubahn aus Hopsten-Schale als eine der ersten Menschen im Kreis Steinfurt den neuen Ausweis . „Eine Ausnahme, denn die neuen Ausweise werden nicht mehr durch die Kreisverwaltung ausgestellt. Ein Dienstleister erstellt die Plastikkarten und versendet diese per Post an die Antragsteller“, erläutert Lüttmann das neue Verfahren.

Die alten Schwerbehindertenausweise müssten nicht umgetauscht werden. Sie blieben für den jeweiligen Ausstellungszeitraum ohne Einschränkung gültig. Die Gültigkeitsdauer der alten Schwerbehindertenausweise könne, wenn entsprechende Felder noch frei sind, verlängert werden. Alle Nachteilsausgleiche könnten mit dem alten Ausweis auch weiterhin in Anspruch genommen werden, informiert die Kreisveraltung. Auf Wunsch können noch gültige Ausweise umgetauscht werden. „In der Umstellungsphase auf das Bankkartenformat werden wir Neuanträge allerdings vorrangig bearbeiten“, berichtet Reinhard Barnow, der für Schwerbehindertenangelegenheiten zuständige Sachgebietsleiter, und bittet Umtausch-Antragsteller um Verständnis.   

Der Vordruck kann im Internet unter www.kreis-steinfurt.de in der Rubrik Bildung und Soziales heruntergeladen werden. Ihn gebe es auch in den Bürgerbüros der Städte und Gemeinden. Mit der Unterschrift erkläre sich der Antragsteller zur dauerhaften Speicherung seines Lichtbildes und seiner persönlichen Angaben einverstanden, denn künftig sei bei jeder Änderung – zum Beispiel Grad der Behinderung oder weitere Merkzeichen – ein neuer Ausweis auszustellen. Auf dem Passfoto sollten auf der Rückseite der vollständige Name und das Aktenzeichen vermerkt sein. Die Verarbeitung digitaler Bild-Dateien sei nicht möglich.

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