Flüchtlinge in Ibbenbüren
„Turnhalle kann nur Notlösung sein“

Kreis Steinfurt/Ibbenbüren -

Der Kreis Steinfurt wartet täglich auf Informationen, was mit den rund 180 Flüchtlingen in Ibbenbüren passieren soll. Die Menschen aus insgesamt 24 Nationen hatte der Kreis im Wege der Amtshilfe kurzfristig aufgenommen und in der Kreissporthalle untergebracht.

Mittwoch, 15.10.2014, 10:10 Uhr

Flüchtlinge in Ibbenbüren : „Turnhalle kann nur Notlösung sein“
Foto: Andrea Bracht

174 Menschen aus 74 Nationen leben derzeit in der Kreissporthalle in Ibbenbüren – „wir haben im Wege der Amtshilfe kurzfristig die Unterbringung dort möglich gemacht“, betont Kreisdirektor Dr. Martin Sommer . „Wir alle wissen, dass das im Interesse der Menschen keine Lösung ist.“ Viele der Flüchtlinge seien aus unterschiedlichen Kulturkreisen. „Da muss jetzt schnell etwas gemacht werden.“

Für die Unterbringung und Weiterverteilung ist die Bezirksregierung in Arnsberg zuständig. Deren Sprecher Christoph Söbbeler sagt, dass „ Turnhallen nicht mehr als ein Dach für die Flüchtlinge sein können.“ Deshalb werde diese Form als „Notlösung“ selten gewählt – zur Zeit in Herne und Ibbenbüren.

Die Situation sei aktuell angespannt. „Die Zugangszahlen werden steigen, aber die Höhe ist nicht planbar“, erläutert er die schwierigen Voraussetzungen und damit verbundenen Herausforderungen. Nach dem Verteilmodus unter den 16 Bundesländern – Königsberger Schlüssel – muss Nordrhein-Westfalen 21 Prozent der Flüchtlinge aufnehmen, die nach Deutschland kommen. Für die Menschen in Ibbenbüren sei geplant, dass sie in „einigen Tagen“ in eine andere Landeseinrichtung umziehen, von der aus sie dann endgültig einer der 396 Kommunen des Landes zugewiesen würden. Auch dafür gebe es einen Rechenmodus, der unter anderem die Einwohnerzahl berücksichtigt. „Sicher ist, die Menschen bleiben in NRW“, führt Söbbeler aus.

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