Kreisparteitag der SPD
Coße: Kampf den „CDU-Erbhöfen“

Ibbenbüren/Kreis Steinfurt -

Wiedergewählt wurde Jürgen Coße beim Parteitag der SPD im Kreis Steinfurt, erhielt aber 13 Gegenstimmen. Er forderte die Partei auf, der CDU ihre „Erbhöfe“ streitig zu machen und kündigte einen „starken Vorschlag“ für den SPD-Landrats-Kandidaten an.

Sonntag, 19.04.2015, 17:04 Uhr

Glückwünsche: NRW-Europaministerin Dr. Angelika Schwall-Düren gratuliert dem frisch wiedergewählten Parteivorsitzenden Jürgen Coße; im Vordergrund freuen sich Dr. Marc Schrameyer, Bürgermeister-Kandidat der SPD in Ibbenbüren, und MdB Ingrid Arndt-Brauer. Das kleine Foto zeigt den Vorstand mit Coßes Stellvertretern Elisabeth Schrameyer, Stefan Streit und Schatzmeister Björn Schilling (v.l.).
Glückwünsche: NRW-Europaministerin Dr. Angelika Schwall-Düren gratuliert dem frisch wiedergewählten Parteivorsitzenden Jürgen Coße; im Vordergrund freuen sich Dr. Marc Schrameyer, Bürgermeister-Kandidat der SPD in Ibbenbüren, und MdB Ingrid Arndt-Brauer. Das kleine Foto zeigt den Vorstand mit Coßes Stellvertretern Elisabeth Schrameyer, Stefan Streit und Schatzmeister Björn Schilling (v.l.). Foto: Achim Giersberg

Jürgen Coße bleibt für zwei weitere Jahre Vorsitzender der SPD im Kreis Steinfurt . Von 90 anwesenden Delegierten gaben ihm am Samstagmorgen in Ibbenbüren 74 ihre Stimme, das entspricht einer Zustimmungsrate von 82 Prozent. Dreizehn stimmten mit Nein, drei enthielten sich. Als seine Stellvertreter wurden Elisabeth Schrameyer , mit 86 und Stefan Streit mit 97 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt. Schatzmeister Björn Schilling komplettiert den geschäftsführenden Vorstand. Gegenkandidaten gab es für keine der Positionen.

Mit dem Ergebnis sei er „sehr zufrieden“, kommentierte Coße den Ausgang der Wahl. 13 Nein-Stimmen messe er keine besondere Bedeutung zu: „Ich habe auch schon mal nur 80 aber auch schon 90 Prozent gehabt“.

Nach dem Wahlgesetz sei es unzulässig gewesen, den Wahl-Parteitag mit der Nominierung des Landrats-Kandidaten zusammenzulegen, hatte Coße zuvor die Delegierten und Gäste auf den 7. Mai vertröstet, wenn endlich das Rätsel um den SPD-Bewerber gelüftet werden soll. „Macht euch keine Sorge, wir werden euch einen starken Personalvorschlag vorlegen“, kündigte Coße an. Bei der Kommunalwahl im vergangenen Jahr habe die SPD im Kreisgebiet insgesamt 14 Ratsmandate hinzugewonnen und zwei Kreistagsmandate. Im Kreistag gebe es nun eine „neue Mehrheit“. In der Kreisverwaltung, so kritisierte Coße, gebe es in führenden Positionen nur Männer. Immer noch seien die Spitzenpositionen „Erbhöfe der CDU “. „Wir müssen das am 13. September ändern“, meldete Coße den Anspruch der SPD an, den Landrat zu stellen. Mit den Worten „Ich möchte weiterhin mit Leidenschaft und Augenmaß Vorsitzender der SPD im Kreis Steinfurt sein“, stellte sich Coße schließlich dem Votum der Delegierten. Nachfragen oder eine Aussprache zu seinen Ausführungen gab es nicht.

Als Gast verfolgte auch Rheines Bürgermeisterin Dr. Angelika Kordfelder den Parteitag . Ob sie als Frau und erfahrene Politikerin vielleicht die „Geheimwaffe“ der SPD im Kampf um das Landratsamt sei, mochte Kordfelder nicht kommentieren: „Die Delegierten am 7. Mai werden eine gute Wahl treffen“. 

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