Kreisparteitag der SPD
Die L-Frage wird ausgeklammert

Kreis Steinfurt -

Beim Parteitag der SPD im Kreis Steinfurt steht am Samstag in Ibbenbüren die Neuwahl des gesamten Vorstandes an. Der jetzige Vorsitzende Jürgen Coße und seine Stellvertreter Elisabeth Schrameyer und Stefan Streit treten zur Wiederwahl an. Komplett ausgeklammert werden soll das immer noch offene Thema der Landrats-Kandidatur.

Montag, 13.04.2015, 16:04 Uhr

Wohin führt er die SPD im Kreis Steinfurt? Der jetzige Kreis-Vorsitzende Jürgen Coße (hier auf einem Bild aus dem Jahr 2011) geht fest von seiner Wiederwahl aus.
Wohin führt er die SPD im Kreis Steinfurt? Der jetzige Kreis-Vorsitzende Jürgen Coße (hier auf einem Bild aus dem Jahr 2011) geht fest von seiner Wiederwahl aus. Foto: Achim Giersberg

„Ja klar“ antwortet Jürgen Coße , als er gefragt wird, ob er beim SPD-Unterbezirksparteitag am kommenden Wochenende in Ibbenbüren wieder für das Amt des Kreis-Vorsitzenden kandidieren wird. Zugeknöpfter gibt sich Coße dagegen bei der unvermeidlichen Frage nach dem Landrats-Kandidaten der SPD . Die L-Frage werde erst am 7. Mai im Rahmen der Kreisdelegierten-Versammlung beantwortet. Beim Parteitag am Samstag (18. April) werde das Thema keine Rolle spielen.

„Wir müssen noch den Spannungsbogen aufbauen“, scherzt Coße. Andere sehen das ernster: „Es gibt große Probleme“, meint ein Insider, der aber nicht genannt werden will. Ob der Kandidat wirklich erst im Rahmen der Delegiertenkonferenz genannt wird? „Warten Sie es ab“, sagt Coße nur. Dass der Vorsitzende doch noch selber als Landrat kandidieren will, halten manche in der Partei für immer noch nicht ganz ausgeschlossen. „Das müsste er aber vor einer Wiederwahl zum Vorsitzenden sagen“, meint ein Parteifunktionär.

SPD-Kreisgeschäftsführerin Veronika Nolte ging gestern aber davon aus, dass die Landratsfrage am Samstag noch komplett ausgeklammert werden kann. Die Findungskommission werde, so schildert sie das Verfahren, allenfalls bekanntgeben, dass sie – wenn das denn zutreffe – fündig geworden sei. Ihr Vorschlag müsse dann aber noch vom Vorstand „autorisiert“ werden, denn das Vorschlagsrecht habe ja der Vorstand, nicht die Kommission. Namen würden also am Samstag noch nicht genannt.

Immerhin: Nolte geht davon aus, dass die Delegierten nicht erst am Abend de s 7. Mai, wenn die Kreis-Delegiertenkonferenz den Kandidaten offiziell nominiert, über die wohl wichtigste Personalie seit Jahren informiert werden, sondern bereits im Vorfeld.

Einer, der sich schon vor Wochen selbst als Kandidat ins Spiel gebracht hat, wird am Samstag gar nicht anwesend sein: Dr Reinhold Hemker verwies gestern auf Anfrage auf „lange feststehende Termine“, die ihm eine Teilnahme am UB-Parteitag unmöglich machten Für eine Kandidatur sei er nach wie vor bereit – die Partei müsse ihn nur rufen.

Auch Coßes beiden Stellvertreter, Elisabeth Schrameyer aus Ibbenbüren und Stefan Streit, Bürgermeister in Tecklenburg, werden am Samstag wieder kandidieren, ebenso Schatzmeister Björn Schilling (Lengerich). „Wir erwarten keine großen Änderungen,wollen mit dem bewährten Team weitermachen“, geht Coße davon aus, dass die Partei auf personelle Kontinuität setzt. Neben dem gesamten Vorstand werden auch Delegierte und Ersatzdelegierte für die Regionalkonferenz, den Landes- und Bundesparteitag gewählt.

Passend zur Strategie, heikle Themen wie den Ladrats-Kandidaten auszuklammern, wurde der zentrale Parteitags-Vortrag recht unverfänglich gewählt: NRW-Europaministerin Dr. Angelica Schwall-Düren referiert über „70 Jahre Frieden in Europa – ein Rück- und Ausblick“.

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