Kreisparteitag feiert Schulze Föcking
CDU verspricht Verlässlichkeit

Kreis Steinfurt -

Ein Traumergebnis für die alte und neue Vorsitzende Christina Schulze Föcking und viel Beifall für den Landratskandidaten Dr. Klaus Effing: Die CDU im Kreis Steinfurt präsentierte sich beim Kreisparteitag in Wettringen gut aufgestellt und angriffslustig.

Sonntag, 16.08.2015, 16:08 Uhr

Der geschäftsführende Vorstand der Kreis-CDU: v.l. Benno Bos, Christoph Borgert, Christina Schulze Föcking, Dr. Markus Pieper, Dr. Klaus Effing, Anne Raffel, Michael Beckemeyer, Erika Nadicksbernd, Andree Hachmann, Jonas Hülskötter.
Der geschäftsführende Vorstand der Kreis-CDU: v.l. Benno Bos, Christoph Borgert, Christina Schulze Föcking, Dr. Markus Pieper, Dr. Klaus Effing, Anne Raffel, Michael Beckemeyer, Erika Nadicksbernd, Andree Hachmann, Jonas Hülskötter. Foto: Rainer Nix

„Ich bin gerührt und freue mich auf die weitere Zusammenarbeit“, sagte Christina Schulze Föcking , Mitglied des Landtages, am Freitagabend in der Bürgerhalle Wettringen. Dort begrüßte sie auf dem 50. Kreisparteitag der CDU im Kreis Steinfurt als Vorsitzende 125 Delegierte. Bei den Vorstandswahl votierten 124 von ihnen für eine Wiederwahl der Politikerin in ihre Position als Kreisvorsitzende.

Als besondere Gäste hieß sie Jens Spahn, MdB, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen, Karl-Josef Laumann , Beauftragter der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten und Bevollmächtigter für Pflege, Landrat Thomas Kubendorff und nicht zuletzt Dr. Klaus Effing willkommen, der als Kubendorffs Nachfolger kandidiert.

CDU-Landratskandidat Effing formulierte in dem Vortrag „Kreis Steinfurt 2030 - Wir packen es heute an!“ seine Visionen. „Wir bleiben bei der Einwohnerzahl von 435 000“, sagte er und forderte, durch die weitere Steigerung der Attraktivität des Kreises Abwanderungen zu verhindern und den Zuwachs an jungen Familien zu forcieren. Auch Flüchtlinge, die im Kreis Steinfurt Schutz suchten, sollten hier eine Heimat finden, betonte er. Wichtig seien verlässliche Angebote in den Bereichen Betreuung, Bildung, Arbeit, Sport und Kultur. Rahmenbedingen müssten geschaffen werden, die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze im Kreis von zurzeit 145 000 auf 150 000 zu steigern. Die Infrastruktursysteme – Straßen, Kanäle, der Flughafen Münster-Osnabrück und die digitalen Netze - sollten in 15 Jahren die modernsten NRWs sein.

Schulze Föcking bezeichnete die zurückliegenden zwei Jahre in ihrem Bericht als arbeitsreich und appellierte, sich in der verbleibenden Zeit bis zu den Bürgermeister- und Landratswahlen am 13. September stark dafür zu engagieren. „Ihr seid großartig“, motivierte sie die Delegierten, „es macht Freude mit euch den Wahlkampf zu führen.“

„Der Kreis Steinfurt steht sehr gut da“, betonte die Kreisvorsitzende. Die Landesregierung lege allerdings Steine in den Weg, teilweise seien es „riesige Brocken“. Immer wieder werde dort die Unfähigkeit, wirkungsvoll zu handeln deutlich. „Wenn von insgesamt 2,7 Milliarden Euro für den Straßenbau, die Berlin vergibt, nur 128 Millionen nach NRW fließen, ist das ein „Armutszeugnis und politisches Versagen von Kraft und ihren Ministern“, so Schulze Föcking. Es handle sich um fünf Prozent der Gesamtsumme, während in NRW 20 Prozent der Bevölkerung lebe. Zahlreiche Mittel flössen hingegen nach Bayern und Baden-Württemberg. Dabei seien Straßenbau- und Sanierungsmaßnahmen hier in NRW dringend notwendig. Auch der Ausbau des schnellen Internets müsse vorangetrieben werden, um wettbewerbsfähig zu bleiben. „Bayern fährt auf einer Datenautobahn, während wir uns auf einem huckeligen Feldweg und auf Schlaglochpisten durch das Land bewegen“, so Schulze Föcking. Die Politikerin plädierte vor dem Hintergrund des demografischen Wandels für die besondere Entwicklung der Themen Wohnen, Bildungslandschaft, Nahversorgung und ärztliche Versorgung im ländlichen Raum. 

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