Kleider-Container
Gemeinnützige Kleiderspende hilft

KREIS STEINFURT -

Alte Kleidungsstücke und Schuhe für die gute, also soziale und gemeinnützige Sache zu spenden ist ein wichtiger Baustein eines modernen Wohlfahrtsstaates. Schade nur, dass private Geschäftsleute seit einiger Zeit auch Kleider- und Schuhcontainer aufstellen. Und damit auch den Wohlfahrtsverbänden in der Region die Arbeit erschweren. Noch schlimmer: Immer häufiger benutzen Menschen aus dem Kreis Steinfurt die Container, um dreckige Klamotten oder ihren Hausmüll loszuwerden. Das geht gar nicht.

Donnerstag, 27.08.2015, 16:08 Uhr

In Kleider- und Schuhcontainern, wie hier in Emsdetten, haben Müll und verdreckte Kleidung nichts zu suchen.
In Kleider- und Schuhcontainern, wie hier in Emsdetten, haben Müll und verdreckte Kleidung nichts zu suchen. Foto: Peter Sauer

Zum Ende des Sommers findet in vielen Haushalten das große Reinemachen und Aussortieren in den Kleiderschränken statt. Die Wohlfahrtsverbände und Hilfsorganisationen freuen sich über Spenden für ihre Kleider-Sammelcontainer. Doch leider gibt es dort vermehrt Ärger.

Erstes Problem: Immer mehr Kleidercontainer werden von privaten, also gewerblichen Sammlern aufgestellt. Das DRK im Tecklenburger Land weist darauf hin, dass die Kommunen sensibilisiert seien. Denn: Die privaten Container werden ohne Genehmigung aufgestellt. Sie verschandeln nicht nur die Landschaft, sondern erwecken durch geschickte Beschriftung den Eindruck, als ob die privaten Sammler sozial ausgerichtet seien. Das DRK im Kreisverband Steinfurt bittet daher alle Kleiderspende , sich nicht täuschen zu lassen und empfiehlt: Wer sicher sein will, dass seine Kleiderspende auch wirklich die Gemeinnützigkeit und Wohlfahrtspflege im Kreis unterstützt, sollte seine Kleiderspende unbedingt in einen Container des DRK einwerfen. Diese kann man gut erkennen: Die Container sind deutlich gekennzeichnet und auch besonders durch ihre rote Farbgebung leicht erkennbar.

Die Firma Boudaya aus Burgsteinfurt leert für das DRK im Kreisverband die Container. „Boudaya hält alle Qualitätsstandards ein und schafft zudem neue Arbeitsplätze in der Region“, sagt Georg Heflik , Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes. „Wir geben 100 Prozent der Erlöse aus der Kleidersammlung weiter.“ Verwendet werden sie für den Katastrophenschutz, Sanitätsdienst bei Veranstaltungen, die ambulante und stationäre Hilfe in der Seniorenarbeit, in der Behindertenhilfe und zur Unterstützung von sozial Schwachen und Hilfsbedürftigen. Auch trägt die Kleidersammlung zur Umweltentlastung durch Weiterverwertung bei.

Das gilt aber nicht für ein weiteres Ärgernis, über das Heflik gegenüber dieser Zeitung berichtet. „Wir finden textile Abfälle im Kleidercontainer, wie verdreckte Malerkleidung, verölte Mechaniker-Sachen oder gefüllte Erwachsenenwindeln.“

Die Folge: Die Wohlfahrtsverbände im Kreis müssen die verdreckte Kleidung reinigen. Was nicht mehr zu retten ist, landet beim Entsorger. Zum Nachteil der Notleidenden, die auf die Kleidung angewiesen sind. Spender sollten daher nur gewaschene Kleidung einwerfen, am besten abgepackt.                                    

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