Weitere sechs Millionen Euro für Kreis in 2015
Flüchtlingsarbeit wird gestärkt

KREIS Steinfurt -

Täglich kommen mehr Flüchtlinge nach Deutschland, auch in den Kreis Steinfurt. Die Kommunen, Wohlfahrtsverbände und Hilfsdienste schieben Sonderschichten; Ehrenamtliche unterstützen mit einer tollen Willkommenskultur. Was letztlich bislang fehlte: mehr Geld vom Bund. Das fließt jetzt. Auch in den Kreis Steinfurt.

Freitag, 25.09.2015, 13:21 Uhr

Weitere sechs Millionen Euro für Kreis in 2015 : Flüchtlingsarbeit wird gestärkt
Foto: dpa

Die Versorgung der Flüchtlinge erfordert schnelle Finanzhilfen und langfristige Konzepte zum Asylrecht. Was viele Politiker, Bürger und Vertreter der Wohlfahrtsverbände und sozialen Hilfsdienste schon länger fordern, haben Bund und Länder am Donnerstag beim „Flüchtlingsgipfel“ beschlossen. Als wichtiges, da nachhaltig angelegtes Maßnahmenpaket. In einem ersten Kommentar wertet Anja Karliczek , CDU-Bundestagsabgeordnete dies auch positiv für den Kreis Steinfurt : „Das wird auch den Gemeinden in unserer Region helfen, die Herausforderungen der steigenden Flüchtlingszahlen zu meistern.“

Noch für dieses Jahr stellt der Bund demnach eine weitere Milliarde Euro zur Versorgung der Flüchtlinge bereit - davon gehen 216 Millionen Euro nach Nordrhein-Westfalen. Rund sechs Millionen gehen in den Kreis.

Insgesamt fließen somit in diesem Jahr zwei Milliarden Euro vom Bund für die Unterbringung, medizinische Versorgung und Ernährung der Flüchtlinge an Länder und Kommunen. Ab dem kommenden Jahr will sich der Bund dann dauerhaft mit einer Pauschale von 670 Euro pro Asylbewerber für die Dauer des Asylverfahrens an den Kosten beteiligen.

Die Landesregierung erstattet den Kommunen bislang die Kosten pro Flüchtling und Monat mit einer Pauschale von 631 Euro pro Monat. „Das reicht hinten und vorne nicht“, so Anja Karliczek. „Für die Kommunen in Deutschland sind die Ergebnisse des Flüchtlingsgipfels im Bundeskanzleramt ein wichtiges Signal zur Stärkung der kommunalen Flüchtlingsarbeit . Die Bundeshilfe muss deswegen jetzt da ankommen, wo sie dringend gebraucht wird: in den Städten und Gemeinden“, erklärt Anja Karliczek.

Zusätzliche Hilfen für die Kommunen im Kreis Steinfurt :

Altenberge: 152.299 Euro;

Greven: 482.907 Euro;

Emsdetten: 441 266 Euro;

Hopsten: 115.886 Euro;

Hörstel: 285 983 Euro;

Horstmar: 97.786 Euro;

Ibbenbüren:631 926 Euro;

Ladbergen: 98.938 Euro

Laer: 95.151 Euro;

Lengerich: 303 023 Euro;

Lienen: 130 775 Euro;

Lotte: 179 613 Euro;

Metelen: 96.979 Euro;

Mettingen: 155 753 Euro;

Neuenkirchen: 182.023 Euro;

Nordwalde: 136.918 Euro;

Ochtrup, Stadt: 280.012 Euro;

Recke: 159 429 Euro;

Rheine: 911.699 Euro;

Saerbeck: 108 388 Euro;

Steinfurt, Stadt: 440.932 Euro

Tecklenburg: 135 108 Euro;

Westerkappeln:167 744 Euro

Wettringen: 121.449 Euro

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