Landwirtschaft im Check
Wenn 140 Zeichen zu wenig sind

Kreis Steinfurt -

Wie werden die Tiere gehalten? Welche Landwirtschaft will die Gesellschaft in Zukunft haben? Verbrauchervertreter von Foodwatch unterhielten sich jetzt mit heimischen Landwirten.

Montag, 05.10.2015, 17:10 Uhr

Beim Stallgespräch tauschten sich Thomas Ostendorf, Bernhard Barkmann (beide „Frag den Landwirt“), Matthias Wolfschmidt (Foodwatch), Andreas Brinker (Landvolkshochschule Oesede) und Martin Rücker (Foodwatch) aus.
Beim Stallgespräch tauschten sich Thomas Ostendorf, Bernhard Barkmann (beide „Frag den Landwirt“), Matthias Wolfschmidt (Foodwatch), Andreas Brinker (Landvolkshochschule Oesede) und Martin Rücker (Foodwatch) aus. Foto: Marlies Grüter

Seine Hoftore öffnete Landwirt Thomas Ostendorf in Ochtrup jetzt für besondere Besucher. Er empfing gemeinsam mit Landwirt Bernhard Barkmann , beide von der Initiative „Frag den Landwirt“, zwei Vertreter der Verbraucherorganisation Foodwatch zu einem Stallgespräch. Matthias Wolfschmidt und Martin Rücker vom Foodwatch-Team waren auf Einladung der Initiative „Frag den Landwirt“ aus Berlin ins Münsterland gereist, um mit den Landwirten direkt ins Gespräch zu kommen.

Entstanden ist der Kontakt zwischen den Bauern und Foodwatch über die sozialen Medien. Über Twitter- und Facebook gingen zu verschiedenen Themen, besonders zur Tierhaltung, Kurznachrichten hin und her. „Aber bei bestimmten kritischen Fragen reichen einfach 140 Zeichen für einen echten Austausch nicht aus“, war die Meinung auf beiden Seiten, und Foodwatch nahm die Einladung der Initiative „Frag den Landwirt“ an, auf einem Bauernhof im Münsterland – stellvertretend für die Tierhaltung in Deutschland – eine offene Gesprächsrunde zu führen. Andreas Brinker, selbst Landwirt aus dem Kreis Steinfurt und Mitarbeiter der Landvolkshochschule Oesede, moderierte den Gedankenaustausch.

Wie arbeiten die Landwirte im Münsterland? Wie werden die Tiere gehalten? Welche Landwirtschaft will die Gesellschaft in Zukunft haben? Kann es allein den Verbrauchern überlassen bleiben, welche Standards etwa in der Tierhaltung gelten sollen? Sind die Grenzen des Wachstums in der Landwirtschaft erreicht? Welche Veränderungen sind in der modernen Landwirtschaft notwendig und möglich?

Bei einem Rundgang durch die Ställe des Sauenbetriebs der Familie Ostendorf ergaben sich viele Themen, die Bauern und kritische Verbrauchervertreter direkt diskutierten.

„Wir sind auf beiden Seiten Lernende“, waren sich Landwirte und Foodwatch-Vertreter am Ende des vierstündigen Treffens einig und lobten den offenen und konstruktiven Dialog.

Den Kontakt werden die Initiative „Frag den Landwirt“ und die Verbraucherorganisation Foodwatch halten - über Kurznachrichten via Facebook, Twitter und Co, aber auch persönlich.

Zum Thema

Mehr Infos: www.foodwatch.org;www.fragdenlandwirt.de

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