Politik
„Ohne Europa sind wir nichts“

KREIS STEINFURT -

Eindeutiges Votum: Die Senioren-Union der CDU im Kreisverband Steinfurt hat Hans-Georg Ortmann (Saerbeck) am Montag mit 114 von 118 Stimmen zum neuen Kreisvorsitzenden gewählt

Dienstag, 21.03.2017, 16:03 Uhr

Gute Stimmung: Der Vorstand mit Beisitzern blickt nach den Wahlen offensiv in die Zukunft.
Gute Stimmung: Der Vorstand mit Beisitzern blickt nach den Wahlen offensiv in die Zukunft. Foto: Rainer Nix

Die Senioren-Union der CDU im Kreisverband Steinfurt hat Hans-Georg Ortmann am Montag mit 114 von 118 Stimmen zum neuen Kreisvorsitzenden gewählt. Der 72-Jährige, geboren in Castrop-Rauxel, wohnt seit 1976 in Saerbeck, ist Vorsitzender der Saerbecker Senioren-Union und war Schriftführer im Kreisvorstand. Er freut sich, mit einer gut aufgestellten Kreisseniorenunion die Zukunft mit zu gestalten.

Ortmann löst Klaus Martin Lausberg ab, der 16 Jahre lang die Geschicke der CDU-Kreissenioren lenkte. „Jetzt müssen auch die Jüngeren in unseren Reihen eine Chance bekommen“, sagte Lausberg, Jahrgang 1931, beim Abschied. 45 Jahre lang war er, politisch aktiv. Der in Tecklenburg wohnende Studiendirektor a. D. wird sich mit seiner langjährigen Erfahrung auch weiterhin in die CDU einbringen.

Trotz seines auch bei schwierigen Themen engagierten Einsatzes als Vorsitzender blickt er mit Wohlwollen zurück: „Ich habe mich nicht ärgern müssen und mein Amt mit Freude bekleidet“.

Vorstandsmitglied Paul Albers schaute ebenfalls zurück und zollte dem scheidenden Vorsitzenden ein dickes Lob: „Klaus Martin, du hast dich nicht nur um die Kreissenioren, sondern um die Seniorenunion in Deutschland verdient gemacht.“

„Ein gesellschaftlich breit gefächertes politisches Engagement ist die Basis jeder Demokratie“, betonte Landrat Dr. Klaus Effing. Dabei wachse die Bedeutung der Senioren ständig.

Der scheidende Kreisvorsitzende Lausberg bilanzierte im ganzen Kreis – nicht ohne berechtigten Stolz – mehr als 1000 Mitglieder in der Seniorenunion. „Insgesamt gibt es in NRW lediglich sieben Kreisverbände, deren Mitgliederzahl die 1000 übersteigt“, sagte er und hob hervor: „Wir sind ein starker Kreisverband und nehmen starken Einfluss.“

Einig sind sich alle darin, dass es unter anderem in den Bereichen „Innere Sicherheit“ und „Bildungspolitik“ noch viel zu bewegen gibt. „Wir müssen handeln“, hob auch Erika Nadicksbernd, Kreisvorsitzende der Frauenunion und stellvertretende Vorsitzende im CDU-Kreisvorstand hervor. „Ohne die Senioren geht so gut wie gar nichts“, sagte die Landtagskandidatin Andrea Stullich.

In seinem Vortrag legte Lausberg dar, was ihm politisch besonders Sorge bereitet. „Seien Sie sehr aufmerksam, wer was sagt, und ob das überhaupt tragfähig ist“, mahnte er. Populistische Bewegungen lehrten ihm das Fürchten.

Er appellierte eindringlich an das Plenum: „Setzen Sie sich nach wie vor ganz offen für Europa ein, denn ohne Europa sind wir nichts.“

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