Kreis investiert in Berufsschulen in Ibbenbüren
Millionen für die Bildung

Kreis Steinfurt -

Der Beton bröckelt. Es zieht durch die Fenster. Das Dach ist feucht und nicht mehr dicht. Die Heizung verbraucht zu viel Energie. Die Elektrik ist veraltet. Der Brandschutz erfüllt nicht mehr aktuelle Auflagen. Die Liste mit baulichen Mängeln der Beruflichen Schule Tecklenburger Land in Ibbenbüren ließe sich noch fortsetzen, was den Kreis Steinfurt als Schulträger jetzt zwingt, zu handeln.

Dienstag, 23.05.2017, 16:05 Uhr

„Wie zwei Geschwister“ sollen „Alt“- und „Neu“bau der Berufsschule Tecklenburger Land durch eine neue Fassadengestaltung näher zusammenrücken. 26,8 Millionen Euro will der Kreis Steinfurt in die Sanierung des Standortes in Ibbenbüren investieren.
„Wie zwei Geschwister“ sollen „Alt“- und „Neu“bau der Berufsschule Tecklenburger Land durch eine neue Fassadengestaltung näher zusammenrücken. 26,8 Millionen Euro will der Kreis Steinfurt in die Sanierung des Standortes in Ibbenbüren investieren. Foto: Architekten Farwick + Grote

Der Beton bröckelt. Es zieht durch die Fenster. Das Dach ist feucht, die Haut nicht mehr dicht. Die Heizung verbraucht zu viel Energie. Die Elektrik ist veraltet. Der Brandschutz erfüllt nicht mehr die aktuellen Auflagen. Die Liste mit baulichen Mängeln der Beruflichen Schule Tecklenburger Land in Ibbenbüren ließe sich noch fortsetzen, was den Kreis Steinfurt als Schulträger jetzt zwingt, zu handeln. Im Schul-, Kultur- und Sportausschuss ist am Montagabend erstmals öffentlich ein Konzept vorgestellt worden, wie die Ende der 1950er und 1970er Jahre errichteten („Alt“- und Neu“-Gebäude saniert werden können. 26,8 Millionen Euro will der Kreis nach einer ersten Kostenschätzung in den Standort an der Wilhelmstraße investieren. Zum Vergleich: Ein Neubau, so haben die Experten ausgerechnet, würde mit rund 47,5 Millionen Euro zu Buche schlagen.

„Eine Sanierung ist auf jeden Fall sinnvoll“, erläuterte Heiner Farwick , zusammen mit Dagmar Grote Chef des in Dortmund und Ahaus ansässigen Architekten- und Stadtplanerbüros Farwick + Grote, dass die Gebäude ausreichend Substanz haben, das Projekt anzupacken. Gleichwohl, und das wurde während der Vorstellung der Pläne deutlich, wird es an vielen Stellen grundlegende Eingriffe in das alte Raumprogramm geben. Ziel ist es, eine energieeffiziente und leistungsfähige Schule für die Zukunft zu bekommen. Farwick erläuterte, wie den Wünschen von Schülern und Lehrern Rechnung getragen wurde, eine moderne Lernatmosphäre zu schaffen und den Unterrichtsbetrieb erheblich aufzuwerten. Er soll sich an pädagogischen Konzepten und zeitgemäßen Leitlinien orientieren.

Besonders augenfällig wird das daran, wie das Erscheinungsbild verbessert und in das Ortsbild eingefügt werden soll. Es ist unter anderem geplant, den Haupteingang komplett zu erweitern. Durch eine neue Fassadengestaltung (die alten Betonplatten sind komplett abgängig) soll es zudem gelingen, die Gebäudeteile näher zusammenzubringen, „wie zwei Geschwister“, so beschrieb Farwick die Idee.

Die Raumgrößen sollen dem Bedarf angepasst, funktionale und praktische Raumabfolgen mit Selbstlernbereichen in den einzelnen Geschossen sowie ein Forum für vielfältige schulische Veranstaltungen geschaffen werden.

Klar, dass in einem Rutsch auch die Heizungs-, Belüftungs-, Beleuchtungs-, Elektro- und Sanitärtechnik auf den neuesten Stand gebracht und die Gebäude energetisch fit gemacht werden.

Geplanter Baubeginn ist im Frühjahr 2018. Bis zum Sommer 2020 soll die Komplettsanierung dann in mehreren Bauabschnitten gelaufen sein. „Das wird eine große Herausforderung“, verschwieg Farwick nicht die Belastungen, die auf die Schüler, Lehrer und Handwerker während der Bauphase bei laufendem Unterrichtsbetrieb zukommen.

Der Ausschuss selber segnete die Entwürfe am Montag ab. Endgültig darüber entscheiden wird der Kreistag am 3. Juli.

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