Kreislandfrauenverband stellt neues Programm vor
Ein Spiegelbild des Wandels

Kreis Steinfurt -

Das Bild von Landfrauen heute? Das hat nichts mehr mit verstaubtem Bäuerinnen-Image und Vorstellungen ländlichen Lebens von annodunnemals sondern viel mehr damit zu tun, wie sich aus einer eng mit der Region verwurzelten Gruppe eine moderne gesellschaftliche Kraft mit dem Ziel entwickelt hat, mehr Lebensqualität für die Menschen auf dem Land zu schaffen. „Dafür treten wir ein“, betont das Führungsteam des Kreislandfrauenverbandes Steinfurt-Tecklenburger Land mit ihrer Vorsitzenden Silvia Laurenz, ihren Stellvertreterinnen Sabine König und Hedwig Strotmeier-Spieker sowie Geschätsführerin Susanne Jürgensmeier-Lotz. Am Dienstag hat es das neue Jahresprogramm 2017/2018 des Verbandes vorgestellt.

Dienstag, 15.08.2017, 17:08 Uhr

Das Vorstandsteam der Kreislandfrauen (vorne, v.l.) Susanne Jürgensmeier-Lotz, Silvia Laurenz, Sabine König und Hedwig Strotmeier-Spieker hat das neue Jahresprogramm vorgestellt und druckfrisch an die Ortsverbände weitergegeben.
Das Vorstandsteam der Kreislandfrauen (vorne, v.l.) Susanne Jürgensmeier-Lotz, Silvia Laurenz, Sabine König und Hedwig Strotmeier-Spieker hat das neue Jahresprogramm vorgestellt und druckfrisch an die Ortsverbände weitergegeben. Foto: Drunkenmölle

Das Bild von Landfrauen heute – das hat nichts mehr mit verstaubtem Bäuerinnen-Image und Vorstellungen ländlichen Lebens von annodunnemals sondern viel mehr damit zu tun, wie sich aus einer eng mit der Region verwurzelten Gruppe eine moderne gesellschaftliche Kraft mit dem Ziel entwickelt hat, mehr Lebensqualität für die Menschen auf dem Land zu schaffen. „Dafür treten wir ein“, betont das Führungsteam des Kreislandfrauenverbandes Steinfurt-Tecklenburger Land mit ihrer Vorsitzenden Silvia Laurenz , ihren Stellvertreterinnen Sabine König und Hedwig Strotmeier-Spieker sowie Geschätsführerin Susanne Jürgensmeier-Lotz. Am Dienstag hat es das neue Jahresprogramm 2017/2018 des Verbandes vorgestellt. Druckfrisch (aus den Caritas-Werkstätten Langenhorst angeliefert) ist es in einer Auflage von 6000 Exemplare unmittelbar an die Vorstände der drei Dutzend Ortsverbände ausgegeben worden.

Das fast 150 Seiten starke Heft ist auch ein Spiegelbild dessen, wie sich das Zusammenleben gewandelt hat, wie Gemeinschaft dort gebildet und gestärkt wird. „Es geht immer auch ein bisschen um Wendepunkte“, beschreibt Susanne Jürgenmeier-Lotz, wo das Programm in diesem und im kommenden Jahr ansetzt, um Veränderungen aufzuzeigen, die die Mitglieder möglicherweise direkt betroffen machen könnten. Auch der Kreislandfrauentag am 9. November widmet sich diesem Thema.

Es geht dabei immer darum, Informationen zu geben, den Austausch vor Ort anzuregen, Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. Ein Konzept, das offenbar ankommt, verweist Silvia Laurenz auf weiter steigende Mitgliederzahlen des mitgliederstärksten Frauenverbandes im Kreis Steinfurt. Die 5000er-Marke ist längst geknackt. 2016 hat der Verband 51 Mitglieder mehr gewonnen als er verloren hat. König: „Das ist schon mit viel Verantwortung verbunden, zeigt aber auch, wie groß der Grad der Identifikation mit den Angeboten ist.“ Wiederholt verweist Laurenz auf eine gut funktionierende Basis in den Ortsverbänden: „Die hält den Kreis ordentlich in Schwung.“

Ganz klar: Der Wohlfühlfaktor hat großes Gewicht bei der Programmzusammenstellung. Natürlich gehört ein Kaffeetrinken dazu, gibt es Reisen, Ausflüge, Feiern, Konzert- und Theaterveranstaltungen. Aber es gibt auch jede Menge Seminare, Vorträge, Gruppen- und Gesprächsangebote auf Landes-, Kreis- und Ortsebene, sich sowohl beruflich als auch privat weiterzubilden, Körper und Geist fit zu halten oder sich mit den Dingen zu beschäftigen, die die Menschen bewegen – beispielsweise mehr über die großen Weltreligionen zu erfahren.

Da gibt es den neuen Agrarstammtisch, die Arbeitsgruppe Hauswirtschaft, die „Landfrauen 55plus“, einen Gesprächskreis für Alleinstehende, einen Infokreis für Öffentlichkeitsarbeit, Bäuerinnenforen, Sorgentelefon und Möglichkeiten, beispielsweise einen Ferkelstall oder Milchviehbetrieb zu besuchen – denn längst nicht mehr jede Landfrau arbeitet in der Landwirtschaft. Das trifft heute nur noch auf die Hälfte der Mitglieder zu.

„Wir möchten möglichst viele Frauen mitnehmen und ihr Interesse wecken“, lädt der Vorstand der Kreislandfrauen dazu ein, im neuen Programm zu stöbern, Mut zu haben, Neues auszuprobieren und vielleicht auch einmal über Ortsgrenzen hinweg zu schauen – was längst auch zum neuen Selbstverständnis der Landfrauen zählt.

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