Workshop in Nordwalde
Neue Ideen der Wärmenutzung

Kreis Steinfurt -

Wie die Wärmewende in der Region vorangebracht werden kann, darüber haben knapp 30 Unternehmer und Vertreter der Kommunen auf der „Zukunftswerkstatt Wärmenutzung“ jetzt bei der Firma Hengst in Nordwalde diskutiert.

Sonntag, 15.10.2017, 13:10 Uhr

Prof. Christof Wetter (r.) erläuterte den Teilnehmern der Zukunftswerkstatt die Ergebnisse einer HotSpot-Analyse.
Prof. Christof Wetter (r.) erläuterte den Teilnehmern der Zukunftswerkstatt die Ergebnisse einer HotSpot-Analyse.

Wie die Wärmewende in der Region vorangebracht werden kann, darüber haben knapp 30 Unternehmer und Vertreter der Kommunen auf der „Zukunftswerkstatt Wärmenutzung“ jetzt bei der Firma Hengst in Nordwalde diskutiert. Die Veranstaltung, zu der die Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Steinfurt (WESt) eingeladen hatte, fand im Rahmen des INTERREG-VA-Projektes „Wärme in der Euregio – fokussieren und modernisieren (WiEfm)“ statt. Ziel ist es, eine klimafreundliche Wärmeversorgung in der Euregio zu fördern.

Sonja Schemmann , Bürgermeisterin von Nordwalde, berichtete, dass dort zurzeit ein Wärmekataster erstellt wird. Es soll die Basis für konkrete Umsetzungsprojekte bilden.

 In seiner Vorstellung des Unternehmens Hengst präsentierte Romed Gentges, Leiter Endmontage und spanende Fertigung, betriebsinterne Wärmelösungen. So nutzt Hengst die Abwärme seiner Gießerei, um das Bürogebäude zu beheizen. 

In seiner Funktion als Projektleiter von WiEfm stellte Prof. Dr. Christof Wetter von der FH in Steinfurt eine münsterlandweite HotSpot-Analyse vor, die er mit seinem Team erstellt hat. Anhand der Erfassung des Wärmebedarfs für jedes Haus, jedes Unternehmen und jede öffentliche Einrichtung wurden knapp 200 HotSpots ermittelt, bei denen sich die Einrichtung eines Wärmenetzes anbieten würde. Zum anderen wies er auf die Fördermöglichkeit durch den Wärmegutschein hin. Ansprechpartner ist Christian Rapien, der bei der WESt das Projekt betreut.

 Ein Beispiel für die Nutzung von industrieller Abwärme präsentierte Rainer Ellermann, Bürgermeister der Gemeinde Ostercappeln. Dort steht Europas größte Waffelfabrik: Firma Meyer zu Venne. Die bei den Backvorgängen entstehende Wärme wird genutzt, um rund 150 Wohnobjekte zu beheizen. Dadurch würden jährlich etwa 1100 Tonnen COsowie mehr als 100 000 Liter Heizöl gespart.

 Wie konkrete Wärmelösungen im Kreis Steinfurt aussehen könnten, darüber diskutierten die Teilnehmer im anschließenden Workshop. Birgit Neyer, WESt-Geschäftsführerin, wies darauf hin, dass die Ergebnisse zusammen mit denen aus fünf weiteren Zukunftswerkstätten am 13. November in Enschede präsentiert werden.

 

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